Direkt zum Inhalt

Trendwende: Sowohl Firmen- als auch Privat-Insolvenzen wieder im Steigen begriffen

21.07.2008

Nach zwei Jahren Hochstimmung scheint sich nun eine Trendwende anzukündigen: Sowohl Firmen- als auch Private schlittern wieder vermehrt in die Insolvenz. Laut Creditreform auch ein erstes Zeichen der steigenden Energie- und Rohstoffpreise.

Die Zahl der Insolvenzeröffnungen bei Unternehmen steigt (+4,7%, 1.585 Fälle) wieder. Da die mangels Masse abgewiesenen Konkursanträge jedoch weiter stark zurückgingen (-10,2%, 1.624 Fälle), sank die Zahl der Gesamtunternehmensinsolvenzen aber um 3,4% auf 3.209. Als Hauptinsolvenzgrund gelten nach wie vor Managementfehler sowie Kapitalmangel. Aber auch die steigenden Rohstoff- und Energiepreise sowie steigende Kreditzinsen dürften bereits erste Auswirkungen zeigen.

Den größten Zuwachs an Unternehmensinsolvenzen verzeichnete im ersten Halbjahr das Burgenland (+40,7%, 128 Fälle). Auch Kärnten (+15,1%, 229 Fälle) und die Steiermark (+9,0%, 437 Fälle) müssen eine Zunahme verbuchen. Salzburg (-15,9%, 206 Fälle) und Niederösterreich (-14,8%, 491 Fälle) stiegen dagegen besser aus. Nach Branchen betrachtet, ist das Bauwesen (506 Insolvenzen, +1,0%) am stärksten betroffen. >>>

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

E-Technik
18.02.2020

Unterschiedliche Probleme, dasselbe Ergebnis: Insolvenz. Während bei einem Grazer Elektrotechniker zwei Hauptkunden weggebrochen sind, scheiterte sein Wiener Kollege an internen Problemen.

E-Technik
27.01.2020

Ein niederösterreichischer Elektrotechniker und ein oberösterreichischer Elektrohändler mussten – beide aus eigenem Antrieb – in den vergangenen Tagen den schweren Gang zum Insolvenzgericht ...

E-Technik
23.01.2020

41 Gläubiger, 86 betroffene Arbeitnehmer und einen Schuldenberg in Höhe von rund 947.000 Euro hinterlässt ein Tiroler Elektrodienstleister aus Innsbruck.

Multimedia
22.12.2019

Der Konkurs der Eugendorfer Firma ist der viertgrößte des Jahres in Salzburg. Laut AKV sollen massive Unregelmäßigkeiten auf Geschäftsführungsebene (Mit-)Ursache für die Pleite sein.

E-Technik
19.12.2019

Die Pleite der Herbitschek-Gruppe fordert das nächste Opfer. Nachdem die Hausbank – wohl auch infolge der Turbulenzen bei der Mutterfirma – den Kontokorrentkredit kündigte musste das ...

Werbung