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„Trendumkehr im zweiten Halbjahr!“ UE-Hersteller setzen auf das Weihnachtsgeschäft

05.09.2013
IFA

Nach einem schwachen Jahresauftakt knüpfen die Hersteller von Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten ihre ganze Hoffnung auf das Weihnachtsgeschäft. Vor allem das Geschäft mit Fernsehern und Co. sei im ersten Halbjahr schlecht gelaufen, räumte Hans-Joachim Kamp von der deutschen Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (gfu) am Mittwoch zum Auftakt der IFA in Berlin ein.

"Wir erwarten aber für die zweite Jahreshälfte eine Trendumkehr. Der Aufschwung wird das Minus der ersten sechs Monate mehr als kompensieren", sagte der Philips-Manager. Außer in Jahren mit großen Fußballspektakeln schaffen sich die Verbraucher vor allem in der Weihnachtszeit neue Fernseher und andere UE an. Weltweit rechnet die Branche mit einem Umsatzplus von knapp drei Prozent auf 1.095 Mrd. Dollar (831,3 Mrd. Euro).

 

"Wegen der Analogabschaffung und fehlenden Sportereignissen wie Olympischen Spielen oder Fußball-Weltmeisterschaften blieben viele Fernseher in den Regalen liegen", erklärte Michael Schidlack, der beim Hightech-Verband Bitkom für die Unterhaltungsbranche zuständig ist.

 

Tablets und Smartphones stehen bei den Verbrauchern als Zerstreuungs- und Internetgeräte hoch im Kurs. Der Bitkom prognostiziert deshalb auch, dass in diesem Jahr erstmals genauso viele Tablets wie Fernseher verkauft werden. Diese Vorhersage wollen allerdings nicht alle Marktforscher mittragen.

 

Hausgeräte

 

Leichter haben es dagegen die Hersteller von Haushaltsgeräten. Nach einem leichten Dämpfer im Vorjahr vor allem wegen der europäischen Schuldenkrise rechnen die Anbieter von Waschmaschinen und Kühlschränken in diesem Jahr wieder mit einem leichten Umsatzplus. Vor allem in den USA und in Asien schafften sich die Verbraucher verstärkt sogenannte weiße Ware an, sagte Reinhard Zinnkann vom Elektroverband ZVEI.

 

Vernetzung

 

Beide Branchen hoffen auf einen Umsatzschub durch die wachsende Vernetzung ihrer Technik. So verweist Kamp auf die Türkei, wo bereits gut ein Drittel der Nutzer ihre Geräte virtuell miteinander verbunden hätten, etwa um über ihr Smartphone die Heizung zu steuern, den angelassenen Herd aus der Ferne abzuschalten oder die Spülmaschine zu starten.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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