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Thomson-TV-Nachfolger TCL schließt Europa-Niederlassungen und Werke

02.11.2006

Wie das Unternehmen mitteilte soll das Werk in Polen verkauft und sieben Vertriebsbüros aufgelöst werden. Auch die Produktion in Frankreich will man drosseln.

Das Management begründet den Schritt damit, dass es bisher nicht gelungen sei in Europa profitabel zu arbeiten. Der Konzern hatte das Werk und die Vertriebs-Infrastrukturen vor drei Jahren von Thomson übernommen. Seitdem summiert sich der Verlust auf kolportierte 203 Millionen Euro.
Von den Schließungen betroffen sind insgesamt 1.345 Beschäftigte, sie sollen - nach Unternehmensangaben - zum Großteil entlassen werden. Bis 2008 erhalte Thomson aber vertragsgemäß weiter TV-Geräte aus dem Werk in Anger (Frankreich) geliefert, hieß es weiter.
Die Konzernführung hatte bereits vor einigen Monaten eingestanden, dass es bei der Integration des Thomson-Geschäftsbereiches zu massiven Problemen kam. TCL produzierte ursprünglich Röhren-Fernseher, meist im Auftrag anderer UE-Hersteller. Thomson konzentrierte sich hingegen auf die Fertigung von Rückpro-Geräten. Die beiden Produktzweige mussten nun in einer Zeit zusammengeführt werden, die vom massiven Wachstum des LCD-TV-Segments geprägt ist.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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