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Supercomputer in Fingernagelgröße: Intel schrumpft die Prozessoren weiter

12.02.2007

Er erreicht eine Rechenleistung von einer Billion Fließkommaoperationen pro Sekunde (Teraflops), ist nicht viel größer als ein Fingernagel und verbraucht mit 62 Watt weniger Energie als die meisten Prozessoren für Desktop PCs. Die technischen Einzelheiten des Chips wird Intel diese Woche auf der Integrated Solid State Circuits Conference (ISSCC) in San Francisco vorstellen.

Teraflops-Rechenleistung und Datenübertragungsraten im Terabyte-Bereich spielen für künftige Computer eine entscheidende Rolle. Künstliche Intelligenz, Video-Kommunikation in Echtzeit, fotorealistische Spiele, Multimedia Data Mining und Spracherkennung könnten damit zum PC-Alltag werden.

Dieser Chip ist zunächst ein reines Forschungsprojekt, das Intel in dieser Form nicht auf den Markt bringen wird. Die Entwicklungsarbeiten im Teraflops-Bereich spielen jedoch eine wichtige Rolle bei der Erforschung neuer Funktionen von Prozessoren und Rechenkernen. So geben sie beispielsweise Aufschluss darüber, welche Verbindungen von Chip zu Chip und von den Chips zum Computer für einen optimalen Datentransport notwendig sind. Noch wichtiger sind die Erkenntnisse für die Software-Entwicklung. Denn Software für Teraflops-Chips muss vollkommen neu entworfen werden, um die Leistung der zahlreichen Rechenkerne optimal auszunutzen. Das heute vorgestellte Teraflops-Projekt gab insbesondere Einblicke in neue Silizium-Technologien, Chip-Interconnects mit hoher Bandbreite sowie das Energiemanagement.

"Unsere Forscher haben einen Meilenstein erreicht und sind nun in der Lage, die Leistung im Multi-Core- und Parallel-Computing weiter zu steigern", erklärte Justin Rattner, Intel Senior Fellow und Chief Technology Officer. "Sie zeichnen damit den Weg in die nahe Zukunft vor, in der Teraflops-Fähigkeit Alltag sein wird. Damit definieren sie neu, was wir alle von unseren Computern und dem Internet zuhause und im Büro erwarten können."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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