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Stufenplan: „Schrittweise Wiederauferstehung nach Ostern“

07.04.2020

Die Regierung hat einen Stufenplan zur Wiederaufnahme des wirtschaftlichen und sozialen Normalbetriebs vorgestellt, wobei der Handel Mitte April zumindest teilweise wieder starten darf.

Für Bundeskanzler Sebastian Kurz ist die Osterwoche die entscheidende Woche, die „ausschlaggebend dafür ist, ob eine Wiederauferstehung nach Ostern stattfinden kann“, sagte er. Nach vier Wochen Einschränkung gibt es den ersten großen Schritt mit der Öffnung der kleinen Geschäfte (bis 400 qm) am Dienstag nach Ostern. Ein weiterer Schritt soll dann am 1. Mai folgen - sofern die Infiziertenzahlen nicht wieder stark ansteigen. An diesem Tag können dann wieder alle Geschäfte für den Verkauf von Waren, also auch größere als jene mit bis zu 400 Quadratmetern, die schon nach Ostern öffnen können, sowie Friseure unter strengen Auflagen den Betrieb wieder aufnehmen.

Wenn die Geschäfte in Österreich wieder öffnen, liege es an den Betreibern selbst, sicherzustellen, dass die Abstandsmaßnahmen und die maximale Kundenanzahl von einer Person pro 20 Quadratmeter eingehalten werden: „Wir haben weder die Kapazität noch die Lust vor jedes Geschäft einen Polizisten zu stellen. Wir glauben an Eigenverantwortung und vertrauen darauf, dass die Betreiber von Geschäftslokalen kein Interesse haben, dass sie selbst krank werden und schon gar kein Interesse daran, dass ihre Kunden krank werden“, sagte Kurz. Natürlich werde es aber stichprobenartige Kontrollen geben.

Für Hotellerie und Gastronomie wurde eine Wiederaufnahme des Betriebs Mitte Mai in Aussicht gestellt. Ausgesetzt bleibt bis Mitte kommenden Monats auch der Schulunterricht. Matura und Lehrabschlussprüfungen sollen aber unter Sicherheitsvorkehrungen wie etwa Mundschutz stattfinden. Auch an den Unis kann es Prüfungen geben, die Lehrveranstaltungen bleiben jedoch online.

Notbremse kann gezogen werden

Auch wenn Österreich bei den Zahlen der Infizierten den „stärksten Rückgang in der Europäischen Union“ verzeichnen würde, sei dies nur ein Etappenerfolg, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Die Gesundheit stehe im Mittelpunkt, die kontrollierte Öffnung erfolge Schritt für Schritt. Dadurch sei man in der Lage, „wenn etwas schief gehen würde die Notbremse ziehen zu können“.

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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