Direkt zum Inhalt

Studie zu Konsumverhalten: Haushaltsgeräte stehen (wieder) hoch im Kurs

19.10.2020

Mit der Corona-Krise hat sich auch das Konsum- und Einkaufsverhalten verändert – vor allem während des Lockdown musste vermehrt online gekauft werden. Was das im Haushalt und besonders beim Kauf von Haushaltsgeräten bedeutet, hat das Forum Hausgeräte (FHG) gemeinsam mit dem Gallup Institut in einer repräsentativen Befragung erhoben.

Fest steht: Die Österreicher planen in Zukunft, mehr Geld für den Bereich Wohnen und Haushalt auszugeben, wie knapp ein Viertel der insgesamt 2.000 Befragten angibt. 50 Prozent wollen ihren Garten, Balkon und Terrasse neu gestalten, aber auch die Küche ist vorn dabei. Immerhin planen 27 Prozent jener Personen, die in Zukunft Mehrausgaben im Haushaltsbereich verstärken möchten, in ihre Küche zu investieren. „Seit der Corona-Krise spielt sich das Leben Vieler verstärkt im eigenen Haushalt ab. Da möchte man dann auch die Haushalts-Infrastruktur auf ein neues Level upgraden und ist dazu bereit, in diese stärker zu investieren, wie wir aktuell an der durchaus positiven Nachfrage am Markt merken“, erklärt Electrolux-Geschäftsführer Alfred Janovsky, Vorstand des Forum Hausgeräte (FHG). Auch zwei Drittel der Befragten, die angaben, eine Anschaffung im Haushaltsgerätebereich geplant zu haben, sehen keinen Einfluss der Krise auf eine Verschiebung oder Absage des Projekts.

Neue Prioritäten: Investitionen ins eigene Heim

Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, seit Ausbruch der Krise bis zum Befragungszeitpunkt im Juni ein Haushaltsgerät gekauft zu haben. 18 Prozent haben stationär im Handel, 17 Prozent online eingekauft. Die Kaufgründe waren dabei der Ersatz eines alten, defekten Geräts (48 Prozent online / 56 Prozent stationär), gefolgt von attraktiven Angeboten (37 Prozent online / 23 Prozent stationär), ein lang gehegter Wunsch (31 Prozent online / 20 Prozent stationär) sowie der Ersatz eines Geräts durch ein höherwertigeres Gerät (25 Prozent online /19 Prozent stationär). „Die Österreicherinnen und Österreicher haben während der Krise die Lust aufs Kochen und Backen (wieder)entdeckt und Neues ausprobiert, was auch dem Interesse an modernen, innovativen Haushaltsgeräten zu Gute kommt. Die Konsumentinnen und Konsumenten sind nun verstärkt dazu bereit, in qualitativ hochwertige Haushaltsgeräte zu investieren, um ihre Leidenschaften zu forcieren“, sagt Sandra Kolleth, Vorstandsmitglied im Forum Hausgeräte (FHG) und Geschäftsführerin bei Miele Österreich.

Online-Kauf vs. Stationärer Handel

Wie sich die Krise auf die Verteilung von Online- und Offline-Käufen von Haushaltsgeräten bis heute auswirkt, weiß Michael Mehnert, Vorstandsmitglied im Forum Hausgeräte (FHG) und GF von BSH Hausgeräte: „Die Corona-Krise hat – wie in vielen anderen Bereichen auch – dem Online-Handel von Haushaltsgeräten einen Aufschwung verliehen. Neben dem verstärkten Online-Kauf bemerken wir in Österreich auch eine Nachfrage nach telefonischer Beratung und Beratung via Video-Calls, sei es auf Endkunden- oder Händlerseite“.

Bei großen Haushaltsgeräten – wie Waschmaschinen und Kühlschränken – bevorzugen die Österreicher den Einkauf im stationären Handel gegenüber dem Online-Kauf. Bereits vor der Krise haben 82 Prozent der Befragten große Geräte eher offline gekauft, nur 15 Prozent online. Blickt man in die Zukunft geben aber sieben von zehn Konsumenten, die während der Corona-Krise ein Haushaltsgerät online gekauft haben, an, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft wieder ein Haushaltsgerät online kaufen würden. Für immerhin 39 Prozent der Befragten kommt hier auch der Online-Kauf eines großen Haushaltsgeräts durchaus in Frage. In der Gruppe der 20- bis 39-Jährigen waren es sogar 53 Prozent.

Preis vs. Beratung

Das Argument für den Online-Kauf von Haushaltsgeräten ist laut der Studie meist ein Preisvorteil. Dabei stehen vor allem After Sales-Serviceleistungen im Vordergrund. 67 Prozent der Befragten schätzen eine kostenlose Lieferung, 57 Prozent wünschen die Möglichkeit eines kostenlosen Rückversands. 44 Prozent gaben an, dass bei einem Online-Kauf die angegebene Lieferzeit am ehesten eingehalten wird.

Für den stationären Handel entscheiden sich die Österreicher aufgrund der Beratungsqualität. „Besonders seit der Wiedereröffnung des Fachhandels und der Stores nach dem Lockdown mit Mitte April spüren wir eine starke Rückkehr der Konsumentinnen und Konsumenten in den stationären Handel. Im Handel können neben der Beratung auch die innovativen Technologien sowie Smart Home-Lösungen direkt getestet werden, was sicherlich auch hier zu einer verstärkten Nachfrage führt“, sind sich die Mitglieder des Forum Hausgerätes einig.

Werbung

Weiterführende Themen

Die Kleinen stehen Hoch im Kurs.
Hausgeräte
12.08.2019

Eine Umfrage bringt jetzt Licht in die große Welt der kleinen Elektrogeräte. Sie beantwortet nämlich, welchen Stellenwert Marken haben, ob Marke mit Qualität assoziiert wird, welche ...

E-Technik
12.08.2019

Mit der Selbstverpflichtung, auf fast allen der 2.000 bundeseigenen Gebäuden eine Photovoltaik-Anlage zu errichten, konkretisiert Ex-Umweltministerin Elisabeth Köstinger eine Maßnahme des bereits ...

v.li.: FEEI-Präsident Wolfgang Hesoun, „Alt-FEEI-Präsidentin" Brigitte Ederer, FEEI-Geschäftsführer Lothar Roitner
E-Technik
02.07.2019

Die Elektro- und Elektronikindustrie ist weiterhin der zweitgrößte Industriezweig in Österreich: Die Gesamtproduktion betrug im vergangenen Jahr 18,83 Milliarden Euro und damit ein Plus von 8,4 ...

Marion Mitsch ist die erste Frau im EucoLight-Vorstand.
E-Technik
25.06.2019

Marion Mitsch wurde für zwei Jahre zur Vizepräsidentin der europäischen Vereinigung von Sammel- und Verwertungssystemen von Altlampen und Altleuchten gewählt. Sie ist damit die erste Frau im ...

Branche
11.06.2019

Ein nachhaltiger und ressourcenschonender Lebensstil fängt im eigenen Haushalt an. Das haben auch die Österreicher erkannt und setzen beim Neukauf auf energiesparende und energieeffiziente Geräte ...

Werbung