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Das Handy ist immer dabei. Hier ein Bild des bmvit-Projekts Technolution – Frauen in die Technik, wo der Titel Programm ist.

Studie: Nachwuchs hat wenig Interesse für technische Berufe

25.10.2017

Fliegende Autos und die Helden von Youtube: Wie die österreichische Jugend zur Technik steht.

Eine aktuelle Studie des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) bringt interessante Erkenntnisse - so bestehe unter Jugendlichen wenig Interesse, selbst technische Berufe zu ergreifen.

Begleitend zum zweijährig stattfindenden Projekt Technolution – Frauen in die Technik  wurde unter 161 Jugendlichen von Unter- und Oberstufen aus unterschiedlichen Schulen eine Statusanalyse gemacht. Die vom bmvit beauftragte Studie wurde von PGM von Juni bis Oktober 2017 durchgeführt.

Handy und PC gehören zum Alltag. Beigebracht haben sich die Fähigkeit zum Umgang damit die Jugendlichen laut eigener Angabe meist selbst, auch YouTube und Freunde spielen hier eine Rolle.

Technikstars spiegeln den Zeitgeist wieder: genannt wurden Mark Zuckerberg (Facebook), Bill Gates (Microsoft), Larry Page (Google), Jan Koum (WhatsApp), Jack Dorsey (Twitter), Steve Jobs (Apple) oder Elon Musk von Tesla.

Auch die YouTuber sind Role Models. Lebendige Klischees: Mädchen nannten hier hauptsächlich die Erfinder sozialer Netzwerke, Burschen die Gründer von Computerspielen.

Schlecht bestellt ist es laut der aktuellen Studie um den österreichischen Nachwuchs in technischen Berufen: nur eine schwindend geringe Menge an Schülern kann sich vorstellen, im Arbeitsbereich ihrer Technikstars zu arbeiten. Zu abgehoben und entfernt erscheint hier eine Berufskarriere.

Erstaunlich, zeigt sich hier doch ein Unterschied zur selbstbewussten Generation Y, die viele Erwachsene derzeit ob ihres forschen Auftretens beschäftigt.

Und die Zukunft der Technik? Hier erwarten sich die Jugendlichen fliegende Autos, Roboter, Telepathie, Weltraumreisen zu anderen Planeten, eine bessere Medizin, selbst fahrende Autos, Tier-Synchronsprecher bis zu Essen, das aus dem 3-D-Drucker kommt, oder Schuhe mit integriertem Navi. Neue Berufe wie der Robotermechaniker oder der Teleportationstester könnten entstehen.

Die Jugendlichen erkennen, dass Frauen oder Mädchen in technischen Disziplinen benachteiligt werden, was auch von beiden Seiten als ungerecht empfunden wird. Die Befragten meinen, Mädchen sehen sich eher einen Bauplan an, bevor sie zu bauen beginnen, und kontrollieren den Bauprozess öfter. Knaben würden jedoch ohne viel Nachdenken einfach zu bauen beginnen.

Erkennbar ist laut Ergebnissen, dass die Digitalisierung Burschen und Mädchen der Generation Z stark verbindet und auch abgrenzt gegen die Erwachsenenwelt, da spielen Geschlechterunterschiede weniger eine Rolle.

Forscherinnen und Forscher fördern, Nachwuchs gewinnen, Menschen vernetzen: unter diesen Vorzeichen steht der Förderschwerpunkt Talente des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit). Das bmvit möchte mit gezielten Förderungsmaßnahmen mehr junge Menschen, speziell Mädchen und junge Frauen, für eine Karriere in der österreichischen Forschungslandschaft begeistern.

Folgende Aktivitäten werden gefördert: Praktika für Schülerinnen und Schüler – vier Wochen Technik und Naturwissenschaft – sowie FEMtech Praktika für Studentinnen als Einstieg in die Forschungskarriere. Weiterführende Informationen finden sich hier 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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