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Die angebotenen Bezahl-Methoden tragen wesentlich zum Erfolg im Online-Handel bei.

Studie: Direktüberweisung ist die Alternative zur Vorauskasse

14.09.2016

Online-Händler lieben Vorauskasse als Zahlungsmethode, Käufer eher nicht. Direktüberweisungssysteme könnten ein Kompromiss sein, den beide Geschäftspartner akzeptieren.

Die Bezahlung ist ein erfolgskritischer Faktor für Onlinekäufe. 88 Prozent der Kunden brechen den Kauf ab, wenn sie nur mit Vorkasse per Überweisung bezahlen können. Dennoch bieten laut einer aktuellen Umfrage des Forschungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg drei Viertel der Onlinehändler die Bezahlung per Vorkasse an – und das, obwohl Direktüberweisungsverfahren wie eps oder wie das dazu kompatible deutsche Pendant giropay nachweislich komfortabler, kostengünstiger und sicherer sind – sowohl für Käufer wie auch für Händler.

Händler bieten Vorkasse an, um sich vor Zahlungsausfällen zu schützen. Indirekte Kosten werden dabei unterschätzt.

ibi research hat mit einer Online-Befragung von über 1.000 Privatpersonen und Onlinehändlern untersucht, warum sich die Vorkasse dennoch hartnäckig im Bezahlportfolio zahlreicher Webshops hält. Danach bieten Händler vor allem deshalb die Bezahlung per Vorkasse an, da sie das Zahlungsausfallrisiko ausschließen wollen und Vorkasse von allen Kunden genutzt werden kann. Was dabei allerdings übersehen wird: Der Schutz vor Zahlungsausfall wird teuer erkauft. Denn die Ware wird vom Händler in der Regel erst dann verschickt, wenn der Zahlungseingang vorliegt. Bis dahin muss die Ware reserviert und gelagert werden, was Kosten verursacht. Auch der Abgleich der Zahlungseingänge mit den offenen Posten und die Zuordnung von Zahlung und Bestellvorgang verursachen zusätzliche Kosten. Noch ärgerlicher ist es für den Händler, wenn die Zahlung ganz ausbleibt und die reservierte Ware wieder in den Online-Shop eingestellt werden muss, mit dem Risiko darauf sitzen zu bleiben. „Die Annahme, Vorkasse sei das kostengünstigste Bezahlverfahren, ist ein Trugschluss“, erklärt Holger Seidenschwarz, einer der Autoren der ibi research Studie. „Dabei werden nämlich die mit der Vorkasse verbundenen indirekten Kosten übersehen“.

Vorkasse ist für Kunden umständlich.

Auch für den Kunden ist die Bezahlung per Vorkasse vergleichsweise umständlich und aufwändig: Er muss nach dem Kauf selbst seine Online-Banking-Seite öffnen und die Überweisungsdaten manuell eingeben. Direktüberweisungsverfahren hingegen leiten den Kunden automatisch im Kaufprozess zum sicheren Online-Banking seiner Bank oder Sparkasse weiter, wo ihm eine bereits mit den vom Händler übermittelten Daten vorausgefüllte Überweisung angezeigt wird. Tippfehler, die die automatisierte Zahlungszuordnung verhindern, sind damit ausgeschlossen.
Bleibt die Frage, warum die Vorkasse trotzdem bei Onlinekäufern beliebt ist. Der Grund ist: Viele Onlinehändler bieten auf die Bezahlung per Vorkasse Vergünstigungen an. So ist dann oft die Nutzung von alternativen Bezahlverfahren mit zusätzlichen Kosten verbunden, was die Zahlung mit Vorkasse zur preiswertesten Zahlungsoption macht. Oder es wird vom Händler ein Rabatt bei der Zahlung mit Vorkasse gewährt.

Für österreichische Online-Händler bietet eps noch bis 31.10. einen besonderen Bonus: Wer in seinem Shop eps als Zahlungsmethode neu anbietet, und bis Ende November die erste Transaktion verbuchen kann, bekommt dafür 200 Euro gut geschrieben.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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