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Steht die nächste Großpleite an? Apple-Händler McWorld/McShark soll zahlungsunfähig sein

02.06.2014

Steht nach DiTech der nächste Computerhändler vor dem Abgrund? Der Apple Reseller McWorld/McShark scheint in den kommenden zwei Wochen Insolvenz anzumelden. Es geht um Außenstände zwischen fünf und sieben Millionen Euro. Auf dem Spiel stehen die Jobs von 130 Mitarbeitern.

Es war im Februar 2013, als McWorld McShark übernahm und eine neue Filiale im Herzen von Wien ankündigte. Ziel war ein „Apple Premium Reseller“ in einer neuen Dimension. Und ja, der Händler betreibt derzeit 18 Filialen und beschäftigt 130 Mitarbeiter.

Doch offenbar war die Expansion ähnlich wie bei DiTech zu aggressiv und nicht genügend abgesichert. Das lässt ein Artikel der Futurezone befürchten. Die Technik-Plattform will aus „informierten Kreisen“ erfahren haben, dass McWorld/McShark vermutlich in den kommenden zwei Wochen Insolvenz anmelden wird. Die Außenstände sollen bei fünf bis sieben Millionen Euro liegen.

 

Genaueres über die Ursachen lässt sich derzeit noch nicht sagen. Seitens McWorld/McShark will man zur Stunde keine Stellungnahme abgeben. Die Futurezone berichtet allerdings von Gesprächen mit einem möglichen Übernahme-Kandidaten. Konkret gelte Zeljko Drmic als Favorit für eine Übernahme.

 
Übernahme-Geflüster

Der CEO der HAAI Telekommunikations GmbH betreibt  bereits in der Wiener Meidlinger Hauptstraße und in der Grazer Herrengasse als Apple Premium-Reseller zwei IHaii Apple-Stores. Außerdem soll Drmic für einige der Standorte – vor allem für die Wiener Mariahilferstraße – Interesse bekundet haben.

 
Das ist aber noch Spekulation. Unwahrscheinlich ist jedenfalls eine Komplettübernahme. Eher wird McWorld/McShark in den Konkurs geschickt, damit sich übernahmewillige Unternehmer die Filetstücke herauspicken können. Unattraktive Standorte könnten so bequem liegengelassen werden.

 

Update 16 Uhr 50

 

Wie bereits von Elektrojournal Online berichtet, ist an dem IT-Shop ist die Republik Österreich über den aws Mittelstandsfonds beteiligt - laut "FirmenCompass" mit 30 Prozent. Die aws verhandelt derzeit mit einem "branchennahen Investor" über eine Übertragung der Anteile, so der Sprecher der staatlichen Förderbank, Matthias Bischof, auf APA-Anfrage. Es gehe darum den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und die Arbeitsplätze zu erhalten.

In den nächsten Tagen soll "ein Konsens" mit dem Investor gefunden werden. "Die Gespräche laufen sehr gut", betonte Bischof. Zu einer möglichen Insolvenz wollte sich der aws-Sprecher nicht äußern.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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