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Stargate soll digitale Pay-TV-Angebote bündeln: Neue Konkurrenz für Premiere?

01.12.2006

Elektrojournal Online-User wissen bereits seit 21. November, dass am deutschsprachigen Sat-TV-Markt etwas im Busch ist. Jetzt hat dieses digitale Pay-TV-Baby auch seinen Namen: Stargate. Das Unternehmen mit dem futuristischen Arbeitstitel soll bereits im kommenden März starten und will dann diverse Bezahlsender zu Programmpaketen bündeln und gegen Gebühr verkaufen.

Stargate wolle als unabhängiger Vermarktungsdienstleister arbeiten, während die Sender über die geplante Astra-Satellitenplattform Entavio ausgestrahlt werden. An dem Projekt beteiligt sind - wie von Elektrojournal Online ebenfalls bereits berichtet - bekannte TV-Manager, darunter der frühere Kabel Deutschland-Chef Roland Steindorf.
"Ich wurde von einem Managementteam gebeten, in den Beirat zu gehen, und werde das auch tun, wenn es eine Finanzierung gibt", bestätigte Steindorf gegenüber der "Financial Times Deutschland" (FTD). Die Finanzierung sei aber laut FTD noch nicht endgültig unter Dach und Fach. Die Gespräche mit potenziellen Investoren dauern noch an, heißt es.

Stargate als Marketing-Dienstleister

Der neue Anbieter im Pay-TV wäre laut FTD als Dienstleister zwischen Entavio und den einzelnen Sendern geschalten. Neben Kundenservice und Marketing würde Stargate wohl auch die nötigen Entavio-Empfangsboxen subventionieren. Zusammen mit der Anmietung der nötigen Satellitenkapazität liege der finanzielle Gesamtaufwand unter 200 Millionen Euro. Recht gut stehen übrigens die Erfolgschancen. In den ersten fünf Jahren rechnet man mit rund einer Million Kunden - das entspräche etwa dem Wachstum aller Pay-TV-Pakete im Kabelnetz.

Kommt auch "Entavio light"?

Rund zehn Sender hätten bereits Interesse signalisiert, Namen wurden keine genannt. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) spekuliert jedoch, dass auch der Pay-TV-Sender Arena mit der Plattform tividiSAT am neuen Angebot interessiert sein könnte. Da auch die RTL-Gruppe ihre Pay-TV-Sender bei Arena verbreitet, könnte ein solches Abkommen auch die aktuelle Prüfung des Kartellamts beeinflussen. Die FAZ nährt zudem die Spekulationen, wonach SES Astra eine Art "Entavio light" für kostenpflichtige Spartenkanäle auf den Markt bringen könne, falls die Grundverschlüsselung an der Kartellbehörde scheitert.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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