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Die Sonne scheint für das Projekt einer Solarfähre von Formstaal/Ostseestaal.

Stapellauf für Elektro-Solarschiff

19.01.2017

Auf der boot 2017 (21.-29.1.) in Düsseldorf werden am gemeinsamen Messestand von Formstaal/Ostseestaal und der Kräutler Elektromaschinen GmbH, dem österreichischen Lieferanten der Schiffselektromotoren, das Elektro-Solarschiff gezeigt.

 

Die in Stralsund beheimateten Firmen Formstaal und Ostseestaal werden sich wie schon in den Vorjahren auch auf der diesjährigen weltgrößten Branchenmesse boot 2017 in Düsseldorf (21.-29.1.) mit eigenentwickelten Elektro-Solarschiff-Projekten präsentieren.

Dabei handelt es sich um Fahrgastschiffe und Fähren für den Einsatz in der Berufsschifffahrt auf Binnen- und in Küstengewässern. Sie werden ausschließlich mit solarer Energie und Batteriestrom betrieben. Thomas Kühmstedt, Geschäftsführer bei Formstaal, sagt: „Unser Antrieb ist die Sonne, wir bringen die E-Mobilität aufs Wasser.“

Die Elektro-Solarschiffe fahren, so die Hersteller, völlig frei von Abgas- und Lärmemissionen. Je nach Bedarf können die Schiffe bis zu 40 Meter lang und 8 Meter breit sein und bis zu 250 Gäste befördern.

In jüngerer Vergangenheit wurden in Stralsund mehrere Fahrgastschiffe und Fähren gebaut, die für die Beförderung von bis zu 60 Personen ausgelegt sind und unter anderem auf Berliner Seen und Flüssen verkehren. Auf der Düsseldorfer boot 2017 stellen die Stralsunder Schiffbauer neben einem aktuellen Fahrgastschiff-Projekt auch zwei neue Schiffe vor, die für sehr spezielle Einsätze konzipiert wurden.

Für die Seminarschiff-Fluxservice GmbH baut Formstaal derzeit ein Seminarschiff, das als schwimmende Tagungslounge fungieren wird und bis zu 200 Gäste an Bord nehmen kann. Zudem ist Formstaal von der Gemeinde Oberbillig an der Mosel mit dem Bau einer emissionsfreien Autofähre beauftragt worden. Diese soll pro Fahrt bis zu 45 Fahrgäste und sechs Autos über die Mosel befördern. Es wird die weltweit erste vollelektrische Autofähre auf Binnengewässern sein.

Ingo Schillinger, Senior Sales Manager bei Formstaal/Ostseestaal: „Die erweiterten Anwendungsfelder zeigen ein großes Marktpotenzial für elektro-solarbetriebene Schiffe auf.“ Die Stralsunder Konstrukteure setzen vorrangig Aluminium ein und reduzieren den Energieverbrauch zum Beispiel durch den Einbau von LED-Leuchten. Schillinger: „Unsere Schiffe benötigen im Vergleich zu konventionellen Schiffen für die gleiche Leistung lediglich ein Viertel der Antriebsleistung.“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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