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Sony: Gewinneinbruch durch Smartphone-Markt

29.07.2016

Der starke Yen und die Folgen von Erdbeben haben dem japanischen Elektronikriesen Sony die Quartalsbilanz kräftig verhagelt. Wie der Hersteller der Playstation am Freitag bekanntgab, schmolz der Gewinn im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 74,3 Prozent auf 21,2 Mrd. Yen (182,5 Mio. Euro) zusammen.

Vor allem am Smartphone-Markt sind die Gewinne zurückgegangen.

Der Umsatz verringerte sich zwischen April und Juni um 10,8 Prozent auf 1,6 Billionen Yen. Der Absatz von Bildsensoren war unter anderem durch Produktionsausfälle in Folge zweier großer Erdbeben auf der südjapanischen Hauptinsel Kyushu im April empfindlich gesunken. Außerdem macht Sony das Ende des rasanten Wachstums im Smartphone-Markt zu schaffen - die Bildsensoren stecken in Computer-Handys vieler Hersteller und wurden in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Stütze des Sony-Geschäfts. Jetzt fiel der Quartalsumsatz in der Sparte um fast 23 Prozent auf 144,4 Mrd. Yen und es gab einen operativen Verlust von 43,5 Mrd. Yen statt eines Gewinns von 32,7 Mrd. Yen ein Jahr zuvor.

Die Verkäufe der Spielekonsole Playstation 4 verbesserten sich auf 3,5 Millionen Geräte von 3 Millionen im Vorjahr. Die Verkäufe der Games-Sparte stiegen dadurch auch trotz des Gegenwinds durch die ungünstigen Wechselkurse um 14,5 Prozent auf 330,4 Mrd. Yen. Das operative Ergebnis wurde mit 44 Mrd. Yen mehr als verdoppelt. Der Absatz der Sony-Smartphones fiel von 7,2 auf 3,1 Millionen Geräte. Da der Konzern konsequenter auf teurere Modelle setzt, schaffte die Sparte dennoch einen dünnen operativen Gewinn von 400 Mio. Yen. In dem noch bis Ende März 2017 laufenden Geschäftsjahr will Sony 19 Millionen Smartphones verkaufen. Der Absatz von Fernsehern legte von 2,6 auf 2,7 Millionen Geräte zu. Die jahrelang verlustreiche Heimelektronik-Sparte schaffte einen operativen Gewinn von 20,2 Mrd. Yen.

Im Kinogeschäft legte der Umsatz zwar unter anderem durch den Erfolg des Films zum Smartphone-Spiel "Angry Birds" zu. Allerdings sorgten deutlich höhere Marketing-Ausgaben für ein operatives Minus von 10,6 Mrd. Yen.Die Musiksparte trug einen operativen Gewinn von 15,9 Mrd. Yen bei. Von ihrem Umsatz von 141,5 Mrd. Yen kommen inzwischen 30,7 Mrd. Yen aus dem Streaming-Geschäft mit Musik aus dem Netz.Für das gesamte laufende Geschäftsjahr geht Sony weiter von einem Nettogewinn von 80 Mrd. Yen aus. Die Umsatzprognose nahm der Konzern jedoch auf 7,4 nach 7,8 Billionen Yen zurück.

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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