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Skype-Zukunftsszenarios: VoIP ohne (!) Rechner – gratis (!) telefonieren

10.06.2005

Das populäre VoIP-Unternehmen Skype plant, die Internet-Telefonie künftig drahtlos über WLAN anzubieten. Wie das australische IT-Portal australianIT.com.au meldet, sollen die Nutzer so vom PC „befreit“ werden – weil der Rechner zum Telefonieren künftig nicht mehr eingeschaltet werden, sondern nur noch in der Nähe stehen müsse.
Skype werde dann keine direkte Verbindung zum Internet aufbauen, sondern eine bereits bestehende Verbindung verwenden, um Anrufe zu tätigen oder anzunehmen.
Die Details sind derzeit noch sehr vage, aber die WLAN-Technologie ermöglicht es dem Telefon, eine Verbindung zu einem Wireless-Router aufzubauen, der über eine Standleitung mit dem Internet verbunden ist.

So viel zum Thema VoIP ohne Rechner. Ganz und gar nicht „ohne“ war dagegen die Ankündigung von Skype-Chef Niklas Zennström (Bild), mit der er auf der Stockholmer Konferenz VON Europe 2005 mächtig Staub aufwirbelte:
Demnach werde „Voice over IP die klassischen Telefonkonzerne so unter Druck setzen, dass Anrufe in zehn Jahren gratis sein müssen!“
Für Zennström sei es Fakt, berichtet der Standard, dass sich die Telefonie gewandelt habe – von einem Netzwerk-Dienst zu einer Software-Applikation. Eine neue Regel im „Spiel der Telekom-Konzerne“ seien die ökonomischen Wechsel. Die AnwenderInnen hätten dank der VoIP-Applikationen gemerkt, dass man für Gespräche nicht zahlen müsse.
„Wir können daher in Zukunft nichts mehr für die Telefonate verlangen“, erklärte Zennström. Telekom-Konzern müssten deshalb ihre Geschäftsmodelle überdenken. Die Gewinne würden von den Internetzugängen kommen, nicht mehr von den Telefonie-Minuten oder der Netzbereitstzellung.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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