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Sinkende Nachfrage macht der E-Industrie zu schaffen: Produktion geht um 18 Prozent runter

22.07.2009

Der Produktionswert liegt im Branchenschnitt bei 2,5 Milliarden Euro. Im Q1 des Vorjahres waren es mit 2,8 Milliarden Euro um 18 Prozent mehr. Hart trifft's die Hausgeräte. Die UE zeigt sich halbwegs stabil.

Nahezu alle Sparten sind in ihrer Entwicklung negativ. So sackt der Produktionswert bei den Hausgeräten um mehr als ein Fünftel ab. Nur wenig besser schaut's bei der Telekommunikation aus. Da ging's um 14,8 Prozent nach unten. Der Produktionswert bei Leuchten fährt um 7,8 Prozent talwärts. Vergleichsweise stabil ist die Unterhaltungselektronik mit einem Minus von "nur" 1,4 Prozent. Allerdings spiele die UE keine so entscheidende Rolle mehr wie früher. Die boomenden Flachbildschirme würden zum Beispiel so gut wie gar nicht in Österreich produziert. "Die Unterhaltungselektronik war früher mal die größte Sparte bei uns und machte sicher ein Drittel aus. Aber ohne den Werken von Grundig und Philips sind es jetzt nur noch 1,9 Prozent", sagt Albert Hochleitner, Obmann des FEEI.

Am härtesten trifft's aber die elektrischen Ausrüstungen für Kfz: 80,7 Prozent runter. Bauelemente brechen um die Hälfte ein, Verteilungs- und Schalteinrichtungen um ein Viertel. Einzig die Bereiche Energietechnik und Dienstleistungen konnten Zuwächse verzeichnen.

Ein Viertel weniger Exporte

Neben den rückläufigen Aufträgen macht dem EEI vor allem der Einbruch der Exporte um ein Viertel im Q1 zu schaffen. "Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie ist zu 90 Prozent auf Herstellung von Investitions- und Vorleistungsgüter konzentriert. Über 70 Prozent der Produkte werden exportiert. Die EEI ist somit in höchstem Maß von der Entwicklung anderer Industriebereiche in der ganzen Welt abhängig und spürt daher die Auswirkungen der Krise besonders stark", erklärt Hochleitner die Ursachen für die rückläufige Branchenentwicklung. Eine Prognose für die kommenden Monate sei derzeit aufgrund der großen Unsicherheiten schwierig. Aber die Konjunktur werde noch über einen längeren Zeitraum von der allgemein schlechten Investitionsnachfrage und den Entwicklungen auf den Exportmärkten beeinträchtigt. Für das Jahr 2009 rechnet der Fachverband mit einem Produktionsminus von mindestens einem Zehntel. >>>

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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