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Siemens: Zukunftstechnologien der Energiebranche

28.07.2016

Siemens veranstaltete in Wien einen Infotag rund um das Thema Energie unter dem Motto „Agility in Energy“.

Die Siemens City in Wien.
Ingenieur Walter Michor erklärte, worauf es bei der Hausautomation ankommt und definierte wo die Herausforderungen liegen.

Nichts bewegt die Energiebranche derzeit so sehr wie die zunehmende Dezentralisierung und Digitalisierung. Unternehmen sind gefordert, flexibel zu reagieren, sich an die Bedingungen eines rasant wandelnden Energiemarktes anzupassen und neue Chancen zu nutzen.

Ein wesentlicher Faktor wird dabei für den Erfolg immer wichtiger: Agilität im Energiegeschäft. Unter dem Motto „Agility in Energy" präsentiert Siemens daher rund 350 Kunden, Entscheidungsträgern und Mitarbeitern aus Österreich und CEE zukunftsweisende Technologien und Lösungen für die Energiebranche in der Wiener Unternehmenszentrale anhand von Vorträgen, Diskussionen und Infostationen, die sich in allen Stockwerken der Siemens City fanden.

Steigender Energiebedarf

Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage nach elektrischer Energie doppelt so schnell wächst wie die Weltbevölkerung und bis 2030 um rund 60 Prozent steigen wird.

Der Wandel der Energiemärkte, das Aufkommen unkonventioneller Energieträger, die zunehmende dezentrale Energieerzeugung, neue Formen der Energieumwandlung und die verstärkte Digitalisierung bringen Herausforderungen, aber auch Chancen mit sich.

Eine zuverlässige und finanziell tragbare Energieversorgung ist unverzichtbar für die gesellschaftliche Entwicklung und den Wohlstand. Seit der Liberalisierung und der Energiewende sind die Akteure des Energiemarktes gefordert, Rahmenbedingungen zu gestalten und Innovationen voranzutreiben um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Um die weltweiten Energievorräte effizienter zu nutzen und zugleich eine kontinuierliche Kohlenstoffreduzierung für den Klimaschutz zu verfolgen, müssen erneuerbare Energiequellen entwickelt werden, die wirtschaftlich realisierbar und flexibel sind. Zudem braucht man ein intelligentes Stromnetz, einen hohen Anteil an dezentral verteilter Energieerzeugung und höchstmögliche Energieeffizienz.

Energiethemen heiss diskutiert

Siemens zeigte beim Energie-Infotag Produkte und Lösungen auf, die Antworten auf die aktuellen Energie- und Klimaanforderungen geben.

Am Podium sprechen neben Siemens-Mitarbeitern auch: Peter Weinelt, Vorstand der Wiener Stadtwerke Holding; Heinz Sitter, bei der Kelag-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft; Martin Madlo, Managing Director von Inter-Xion Austria und Gerhard Christiner, Vorstand bei Austrian Power Grid. Die Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner sprach in ihrer Keynote über die Herausforderungen, die sie in ihrem Leben zu bewältigen hatte.

Smart Metering in Kärnten und Kapfenberg

Siemens rüstet die Netze der KNG – Kärnten Netz und der Stadtwerke Kapfenberg mit Hard- und Software für eine Smart-Metering-Lösung aus und stellt die Infrastruktur zur intelligenten Messdatenerfassung zur Verfügung. Der Auftrag umfasst ein Gesamtsystem aus intelligenten Messgeräten (Smart Metern), sicherer Übertragungstechnik sowie IT-Systemen zur Datenerfassung und Datenverarbeitung inklusive Schnittstellen zur bestehenden Infrastruktur der KNG, wie dem SAP-System und dem Online-Netzkundenportal.

Die KNG wird bis Herbst 2016 mit der digitalen Smart-Grid-Plattformlösung EnergyIP von Siemens ausgerüstet. Bis 2018 werden dann in der ersten Tranche 95.000 analoge Stromzähler durch Smart Meter ersetzt, wobei 2016 bereits mehrere tausend Smart Meter in Betrieb gehen werden.

Für den flächendeckenden Rollout besteht eine Option auf insgesamt 345.000 Smart Meter.

Plug-and-Play-Transformatoren in Weiz

Im Siemens-Transformatorenwerk in Weiz wurden die ersten Plug-and-Play-Transformatoren entwickelt. Mit dieser Lösung können Energieversorger bei einem Transformatorausfall, etwa nach Naturkatastrophen, die Stromversorgung in den betroffenen Gebieten innerhalb von ein bis drei Tagen wiederherstellen und nicht erst nach mehreren Wochen, wie durch den Transport und die Installation herkömmlicher Ersatzeinheiten üblich.

Bei der Konstruktion der mobilen Plug-and-Play-Transformatoren wird Wert auf große Mobilität gelegt, um den Aufwand für den Transport und die Installation vor Ort zu minimieren. Darüber hinaus sieht dieses Transformatorenkonzept vorinstallierte Kühlsysteme und den Betrieb auf mehreren Spannungsstufen vor.

Durch diese vielseitigen Einsatzmöglichkeiten benötigen die Versorgungsunternehmen weniger Ersatzeinheiten und können diese an verschiedenen Standorten nutzen. Spezielle Plug-and-Play-Steckdurchführungen und Anschlüsse verkürzen die Installationsdauer auf etwa ein bis zwei Tage statt Wochen und machen Eingriffe ins Transformatorinnere bei der Betriebssetzung und eine Ölfüllung am Installationsort überflüssig.

Siemens liefert sechs mobile Plug-and-Play-Transformatoren an Con-Edison, das Stromversorgungsunternehmen für New York City und die umliegenden Regionen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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