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Siemens mit Gewinnplus – aber Handysparte verbrennt weiterhin Geld

27.01.2005

Der deutsche Technologiekonzern Siemens hat im abgelaufenen ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2004/05 den Gewinn um 38 Prozent auf eine Mrd. Euro gesteigert. Der Umsatz gab dagegen im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 18,17 Mrd. Euro nach. Das operative Geschäft legte um fünf Prozent auf 1,43 Mrd. Euro zu.
Die operative Ergebnisentwicklung entspreche den Erwartungen des Konzerns, sagte der scheidende Vorstandsvorsitzende Heinrich von Pierer. Der Auftragseingang legte im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 21,54 Mrd. Euro zu. Für das Gesamtjahr erwarte er ein höheres Umsatzwachstum als im Vorjahr, so Pierer. Auch das Konzernergebnis solle auf vergleichbarer Basis im laufenden Geschäftsjahr gesteigert werden.

Wechselt in den Aufsichtsrat: Dr. Heinrich von Pierer (re.) mit seinem Nachfolger Dr. Klaus Kleinfeld

Zur Zukunft der defizitären Handysparte gab es keine konkreten Angaben. Der Geschäftsbereich Mobile Devices (früher Mobile Phones) musste im abgelaufenen ersten Quartal einen Umsatzrückgang um 21 Prozent auf 1,17 Mrd. Euro hinnehmen und fuhr einen Verlust in Höhe von 143 Mio. Euro ein. Im Vorjahresquartal stand dagegen noch ein Gewinn von 64 Mio. Euro zu Buche.
Die Zahl der verkauften Handys sank von 15,2 auf 13,5 Millionen. Der durchschnittliche Verkaufspreis fiel von 98 auf 86 Euro.
Der Telekommunikationsbereich Com, zu dem die Handysparte gehört, konnte vor allem dank des Verkaufs von Anteilen an Juniper Networks insgesamt einen Gewinn von 240 Mio. Euro einfahren. Der Umsatz des Bereiches sank von 4,57 Mrd. Euro im Vorjahresquartal auf 4,24 Mrd. Euro.
Auch der Bereich Siemens Business Services musste Verluste hinnehmen, während die meisten der übrigen Konzernbereiche hohe Erträge zum Ergebnis beitrugen. (pte)

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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