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Siemens Chef Designer will mehr Begeisterung beim Kunden: "Der Will-Haben-Effekt bei den Hausgeräten muss her!"

29.02.2012

Im Rahmen eines Experten Round Table lud Siemens zu einem Talk der genussvollen anderen Art: Unter dem Motto „New Trends in Kitchen“ wurde über die Küche als Statussymbol, die Wichtigkeit von Design und gesunde Ernährung debattiert. Das Fazit unter anderem: Herd und Waschmaschine sollen endlich so sexy werden wie andere elektronische Geräte.

Beim Experten-Talk, der von Peter Tichatschek moderiert wurde, nahmen neben Siemens Chef Designer Gerhard Nüssler auch Marktforscherin Sophie Karmasin, Ernährungsexpertin Claudia Krist-Dungl und Küchendesigner Lukas Prosa teil. Das Thema Küche und Geräte sollte diesmal ein wenig anders beleuchtet werden, wie Siemens Chef Erich Scheithauer eingangs erwähnte.

"Keiner wird seinen funktionsfähigen Herd austauschen"

So findet es Siemens Chef Designer Gerhard Nüssler schade, dass das Thema Hausgeräte nicht denselben Effekt beim Konsumenten auslöst wie beispielsweise Unterhaltungselektronik. "Die Begeisterung ist nicht auf dem Level wie bei Smartphones. Tatsache ist: Mit dem Thema Hausgeräte beschäftigen sich die Leute nur in dem Moment ín dem sie eines brauchen. Keiner wird seinen alten Herd, der noch funktionsfähig ist, gegen ein neues Gerät austauschen. Auch, wenn dieses wesentlich mehr Vorteile bieten kann."

Verkäufer soll Ahnung von der Zubereitung haben

Ernährungsexpertin Claudia Krist-Dungl unterstreicht dies: "Genau deshalb fände ich es auch sehr wichtig, dass hier auch die Verkäufer der Geräte wissen, was man damit alles machen kann und die Leute dafür begeistern können. In unserem Kochstudio im Dungl Zentrum in Wien sind die Leute immer positiv überrascht, wie einfach und schnell sie zum Beispiel mit dem Dampfgarer ein Gericht zaubern können. Es wäre wichtig, dass das Thema auch von dieser Seite angegangen wird." Und Kochen, so Krist-Dungl, habe mit Arbeit nichts zu tun: "Ich kann auch mit sehr wenig Aufwand sehr gute Sachen zubereiten. Es kann auch einmal ein einfaches Risotto sein, das macht sich praktisch von selbst."

Vom 'Mut zum zweiten Herd'

Außerdem könne man mit den Geräten auch vitalschoffschonender arbeiten – sowohl mit Induktionsherden als auch mit dem Dampfgarer, so die Ernährungsexpertin. „Ich würde den Leuten sogar den 'Mut zum zweiten Herd' zusprechen," bekräftigt Marktforscherin Sophie Karmasin dies. "Und Ihnen zeigen, was man damit alles machen kann."

"Die Küche ist ein Möbelstück"

Sophie Karmasin erläuterte auch ein paar Fakten aus Untersuchungsreihen: "Heute wünschen sich die Leute eine flexible Küche, da sie mehr umziehen als früher. Außerdem steigt die Anzahl der Single-Haushalte und der älteren Menschen, was auch spezielle Bedürfnisse erfordert. Die Küche ist mittlerweile zu einem öffentlichen Raum geworden und ist Möbelstück. Das hat auch damit zu tun, dass sich die Essenstrukturen der Menschen verändern. Nur mehr 45 Prozent nehmen noch klassische Mahlzeiten zu sich, der Rest isst zwischendurch."

Küche als Statussymbol: Ein Designer muss her

Dass sich die geänderten Essverhalten auch in der Funktionalität und Design der Küche widerspiegeln muss, versteht sich von selbst. Schon längst ist die Küche kein abgeschlossener Raum mehr, der nur als Mittel zum Zweck diene, die Küche werde auch immer mehr zum Statussymbol, so Karmasin. Ein Küchendesigner wie Lukas Prosa macht es sich dann zur Aufgabe, die Wünsche der Kunden bei seinen Entwürfen anzupassen. Bei den Bauherren ginge der Trend ganz klar in Richtung große Küche.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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