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von links: Christian Wimmer (Service&More), Christa Käfer (Miele), Stefan Regel (Bosch), Heinz Schedlbauer (Bosch), Christian Gasser (Häcker Küchen), Johann Kirchknopf (Häcker Küchen), Mario Reitmayer (Service&More), Heinz Kucera (Service&More)

Service&More Lieferantenmonitor: Anforderungen an Zulieferer sind gestiegen

22.05.2018

Bereits zum siebten Mal erhob Service&More die Einkaufs- und Leistungsfähigkeit der Lieferanten und Außendienstmitarbeiter des heimischen Einrichtungsfachhandels. Damit werden auch Benchmarks für die zukünftige Zusammenarbeit gesetzt.

Der zweijährig erscheinende Lieferantenmonitor – ein österreichweit einmaliges Instrument – wurde den 276 Handelspartnern und 80 Kernlieferanten zur Verfügung gestellt. Während die Lieferanten daraus ihre Stärken und Schwächen ableiten und daran arbeiten können, stellen die Ergebnisse für die Handelspartner von Service&More eine wesentliche Entscheidungsgrundlage bei Sortiments- und Lieferantenentscheidungen dar.

Christian Wimmer, Geschäftsführer von Service&More, dazu: „Unsere 147 Möbelfachhändler in der Garant Austria und die 129 Raumausstatter in der Wohnunion sind völlig unterschiedliche, selbständige und regional agierende Familienbetriebe. Dennoch sind ihre Anforderungen und Bedürfnisse insgesamt betrachtet durchaus ähnlich. Diese Erwartungen zu erfassen ist eine wertvolle Basis für all jene Lieferanten, die ihre Kooperationen langfristig verbessern möchten.“

Die Untersuchung führte 2018 erneut das Institut Jaksch & Partner durch. Dabei wurden die zehn umsatzstärksten Lieferanten bewertet, zu denen die Handelspartner in laufenden Geschäftsbeziehungen stehen. Wie wichtig den Händlerpartnern ein valides Ergebnis der Umfrage ist, zeigt die hohe Beteiligungsquote.

Gestiegene Anforderungen an Lieferanten

Die Zulieferer wurden in insgesamt 20 unterschiedlichen Themenbereichen bewertet – von A wie Angebotslegung bis V wie Verkaufsunterlagen. Bei beiden Verbänden sind die Anforderungen an die Lieferanten merklich gestiegen – wenn auch in unterschiedlichen Bereichen.

Bei den Wohnunion-Partnern können diese vor allem mit adäquater und rascher Reklamationsbearbeitung, guten Objektpreisen und ordnungsgemäßer Sachbearbeitung inklusiver hoher Erreichbarkeit punkten. Deutlich gestiegen ist hier der Anspruch an die Innovationskraft der Produkte (plus 36 Prozent) und an die Qualität der Verkaufsunterlagen (plus 28 Prozent).

Mit letzteren haben Lieferanten auch bei den Unternehmen der Garant Austria große Vorteile, ebenso deckt sich der Anspruch an die Reklamationsbearbeitung. Deutlich größeres Augenmerk liegt hier allerdings auf dem Außendienst. Von ihm erwarten sich die Möbelfachhändler, dass er stets gut erreichbar und besonders verlässlich ist und sich mit seinen Produkten gut auskennt.

Gute Beziehung zwischen Handels- und Lieferantenpartnern wichtig

Erstmals abgefragt wurde 2018 der Begeisterungsfaktor: Er lag bei der Garant Austria bei 38 Prozent und bei der Wohnunion bei 41 Prozent. „Unsere Handelspartner haben an sich selbst sehr hohe Erwartungen. Diese können sie allerdings nur mit Lieferanten im Hintergrund erfüllen, die in allen Aspekten gut performen. Genauso wichtig ist uns aber auch eine gute Beziehung zwischen Handels- und Lieferantenpartnern“, erklärt Wimmer.

Um diese zu stärken, investiere man in die Detailergebnisse. Diese würde jedem Lieferanten seit der letzten Erhebung 2016 kostenlos zur Verfügung gestellt werden, um darüber zu informieren, wo noch Luft nach oben sei. Die Lieferanten können sich als Antwort auf ihre Bemühungen auf hohe Lieferantentreue, flächendeckende Marktbearbeitung, laufende Vermarktungsunterstützung sowie die Absicherung ihrer Forderungen verlassen.

Die Gewinner des Lieferantenmonitors 2018

Wohnunion:

Weiterempfehlung Außendienst
1. Bona
2. Würth
3. Uzin

Gesamtbewertung Lieferanten
1. Uzin
2. Leha
3. Wohntex

Garant Austria:

Weiterempfehlung Außendienst
1. Häcker Küchen
2. Speedmaster
3. Bosch – BSH Hausgeräte

Gesamtbewertung Lieferanten
1. Häcker Küchen
2. Bosch – BSH Hausgeräte
3. Miele

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