Direkt zum Inhalt

„Servergebühr“ für PC in Vorbereitung: Kompromiss wird angestrebt

22.03.2007

668 Millionen Euro hat der heimische Rundfunkgebühren-Inkassant GIS im vergangenen Jahr eingesammelt. Jetzt will man auch Unternehmen zur Kasse bitten, auf deren Computer - entweder per Breitband oder Datenkarte - Radio und Fernsehen empfangen werden können. Zusätzliche Belastungen soll es aber nicht geben.

Derzeit ist die Regelung so: Jede Firma muss pro zehn "herkömmlicher" TV- oder Radiogeräte Rundfunkgebühren abliefern. Damit diese sich nun nicht weiter verkompliziert, soll in Sachen PC diese "Zehnerregelung" nicht gelten, versichert jedenfalls GIS-Sprecher Helmut Denk. Man gehe nämlich nicht davon aus, dass Computer in Unternehmen in nennenswertem Umfang als TV-Gerät genutzt werden.

Um der Gebührenpflicht dennoch Genüge zu tun, soll "in Abstimmung mit der Wirtschaftskammer" eine so genannte Servergebühr kommen. "Damit sind dann alle im Unternehmen angeschlossenen Computer pro Firmenstandort abgedeckt." Die Höhe der Gebühren wird länderweise festgelegt (bspw. Wien: 21,28 € pro Monat).

Keine Gedanken über die Servergebühr müssen sich übrigens jene 120.000 (von rund 350.000) heimischen Firmen machen, die schon TV- und Radiogebühr bezahlen. Die Servergebühr ist damit bereits abgegolten. Im Gegensatz zu Deutschland eine erhebliche Erleichterung. Dort müssen Firmen für jeden einzelnen Fernseher und jedes Radio bezahlen und gleichzeitig Entgelte für jeden PC abliefern.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

Rainer Will (Handelsverband), Alexander Egit (Greenpeace) und Barbara Teiber (GPA)
Branche
16.12.2020

Der Handelsverband, die Umweltorganisation Greenpeace und die Gewerkschaft GPA fordern von der Regierung eine strengere Regulierung von Online-Giganten wie Amazon.

Branche
16.12.2020

Eine außergewöhnlich hohe Anzahl an Produkten, die über Online-Marktplätze verkauft werden, entsprechend nicht den Gesetzen zur erweiterten Hersteller-Verantwortung. Die Covid-19-Pandemie hat das ...

Hausgeräte
15.12.2020

Das Budget der Weihnachtsfeier von Leifheit wurde dieses Jahr für den guten Zweck verwendet: Geschäftsführer Gerhard Lasselsberger übergab einen symbolischen Check im Wert von 2500 Euro an Harald ...

Obfrau des Wiener Handels Margarete Gumprecht und SOS-Kinderdorfleiter Erwin Roßmann bei der Scheckübergabe.
Branche
15.12.2020

In Wien finden rund 240 Kinder, die nicht dauerhaft bei ihren leiblichen Eltern leben können, bei SOS-Kinderdorf ein neues Zuhause. Die Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien hat heuer erstmalig ...

Hausgeräte
15.12.2020

Das Elektrokleingeräte Forum stellte dem SOS Kinderdorf insgesamt 60 Elektrokleingeräte für Familien in Niederösterreich zur Verfügung. Die Kinderdorf-Familien bedankten sich mit einer ...

Werbung