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Schweden ohne Pardon: AEG-Werk Nürnberg ist in zwei Jahren Geschichte!

12.12.2005

Stehen bald wirklich auf der Straße: die Mitarbeiter des AEG-Stammwerks (Foto: dpa)

„Die Aussichten sind alles andere als rosig“, schrieb Elektrojournal Online am 28. Oktober über den Fortbestand des traditionsreichen AEG-Werks in Deutschland. Was sich leider bewahrheitet hat: Der schwedische Electrolux-Konzern wird bis Ende 2007 das seit 83 Jahren bestehende und seit 1994 in seinem Besitz befindliche Werk in Nürnberg schließen. Alle Zugeständnisse der AEG-Belegschaft, die monatelangen Verhandlungen waren vergebens, 1.750 Arbeitsplätze werden verloren gehen.
Die Entscheidung des Aufsichtsrates fiel heute, Montag, in Stockholm. Als Begründung wurden der rasante Preisverfall bei Hausgeräten und die in Nürnberg nicht mehr wettbewerbsfähigen Produktionskosten genannt.
„Electrolux macht mit jeder Waschmaschine aus Nürnberg, die in Deutschland verkauft wird, 60 Euro Verlust, bei jedem Geschirrspüler sind es 45 Euro“, erklärte Konzernvorstand Johan Bygge, verantwortlich für das Hausgerätegeschäft in Europa und Asien.
Die Schließungskosten sollen nach Konzernangaben rund 245 Millionen Euro betragen. Die Produktion des Nürnberger Werks, in dem heuer rund 1,4 Millionen Waschautomaten, Geschirrspüler und Trockner hergestellt werden (der Rekord mit 1,8 Mio. Hausgeräten liegt erst zwei Jahre zurück), soll sukzessiv nach...

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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