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Schutz vor Vollstreckung & den Gläubigern: Loewe will sich im „Schutzschirmverfahren“ schneller restrukturieren

16.07.2013

Der Loewe-Vorstand AG hat zur schnelleren Umsetzung der Restrukturierung und der neu ausgerichteten Unternehmensstrategie beschlossen beim zuständigen Amtsgericht (Coburg/Deutschland) einen Antrag auf Einleitung eines Schutzschirmverfahrens in Eigenverwaltung für die Loewe AG und ihre Tochtergesellschaft Loewe Opta GmbH zu stellen. Davon ausgeschlossen sind alle anderen in- und ausländischen Tochtergesellschaften, die wie bisher weiter arbeiten und nicht am Verfahren teilnehmen.

Loewe wird - nach Genehmigung des Verfahrens - weiter vom bestehenden Vorstand geführt und kann zur Sanierung des Unternehmens die Möglichkeiten des neuen Schutzschirmverfahrens nutzen. Der Geschäftsbetrieb am Standort Kronach wird uneingeschränkt fortgeführt.

 

Das Schutzschirmverfahren wurde erst vergangenes Jahr in Deutschland eingeführt und regelt die Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren. Es soll dazu dienen, dass Unternehmen möglichst frühzeitig den Insolvenzantrag stellen, um dann die in Schieflage geratene Firma besser sanieren zu können. Während der auf drei Monate befristeten Phase des "Schutzschirms" ist Loewe vor Vollstreckungen und Zwangsmaßnahmen der Gläubiger geschützt und bleibt voll handlungsfähig. Es ist das Ziel des Vorstands, Loewe gemeinsam mit strategischen Partnern und Investoren neu auszurichten. Dabei steht insbesondere die bereits begonnene radikale Überarbeitung der Wertschöpfungs- und Positionierungsstrategie im Mittelpunkt der Aktivitäten.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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