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Schöne Bescherung: Kika wegen irreführender Werbung verurteilt

13.07.2012

Im Hörfunk und in Tageszeitungen hatte Kika für 20% Rabatt auf Weihnachts-Ware geworben. Davon wurden diverse Artikel wie Weihnachts-Beleuchtung ausgenommen, ohne dass klar und auffällig darauf hingewiesen worden wäre. Das Ober-Landesgericht Wien findet das nicht okay. Schönheits-Fehler dabei: Wir reden von Weihnachten 2010!

Österreichs Mühlen der Justiz mahlen langsam, aber immerhin mahlen sie: Im November 2010 warb Kika mit einem Weihnachts-Rabatt, der allerdings nicht fürs gesamte Weihnachts-Sortiment galt. Auf diese Einschränkung wurde in der Hörfunk-Kampagne nicht hingewiesen. Die Zeitungs-Werbung wiederum war so gestaltet, dass sich am Inserat aufgeklebt ein ablösbarer Gutschein befand. Auf der Vorderseite dieses Gutscheins verwies ein Sternchen aufs einschränkende Kleingedruckte an der Rückseite. Klebe-Rückstände erschwerten dessen Lesbarkeit zusätzlich.

 

Der Verein für Konsumenten-Information strengte in der Folge eine Klage gegen diese aus seiner Sicht irreführende Praxis an. Das Urteil des OLG Wien liegt nun vor: „Die in Rede stehende Ausnahme der Weihnachts-Beleuchtung aus der Rabatt-Aktion wird als eine vom mehreren genannt und ist in keiner Weise hervorgehoben. Damit verschwindet gerade diese wesentliche Zusatz-Information im Kleingedruckten und ist leicht zu übersehen. Der aufklärende Hinweis war daher weder leicht aufzufinden, noch war er geeignet, die Täuschung durch den Blickfang zu beseitigen.“ Die Einschränkung hätte ebenso auffällig wie die Werbe-Aussage gestaltet werden müssen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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