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Schluss mit A+++: Das bringt das neue Energielabel

03.08.2017

Informationen werden verständlicher: Verwirrende Pluszeichen fallen weg, es kommt eine einfache Bewertungsskala von A bis G. Und: Zum Start wird es keine Produkte in der Klasse A geben.

So wird das neue Label etwa für eine Waschmaschine nach der Umstellung aussehen.

Was Elektrojournal Online schon im März 2017 ankündigte (https://www.elektrojournal.at/elektrojournal/neue-eu-energielabel-bis-g-statt-bis-142187), ist nun, im Hochsommer, amtlich: Es gibt neue Energielabel – eine entsprechende Verordnung wurde im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

Dazu Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur: „Das neue System soll es den Kunden ermöglichen, einfacher effiziente Produkte zu erkennen und auszuwählen und so den Energieverbrauch und ihre Stromrechnung zu senken.“

Traupmann weiter: „Gleichzeitig soll die überarbeitete Kennzeichnungsskala für Hersteller ein Anreiz für Innovationen und den Einsatz neuer Technologien in energieeffizienten Produkten sein.“

Laut Berechnungen der EU-Kommission wird das überarbeitete Energieeffizienzlabel gemeinsam mit den Mindesteffizienzstandards (sogenannte Ökodesign-Verordnungen) den Haushalten jedes Jahr Einsparungen bringen, die – je nachdem welche Geräte ersetzt werden – einen dreistelligen Eurobetrag ausmachen können.

Derzeitig gibt es für manche Produktgruppen eine Skala von A+++ bis G, die nun durch eine klare und nutzerfreundlichere Skala von A bis G ersetzt wird.

Es wird eine Anpassung der Klassengrenzen durchgeführt, sobald 30 Prozent der auf dem EU-Markt verkauften Produkte in die oberste Energieeffizienzklasse A fallen, oder wenn 50 % dieser Produkte in die obersten zwei Energieeffizienzklassen A und B fallen.

Traupmann: „Was zum Start des neuen Labels besonders auffallen wird: Die neue Skala wird so streng sein, dass es zum Zeitpunkt der Einführung noch keine A-Klasse-Produkte geben wird.“

Darüber hinaus werden die untersten Klassen, wenn diese auf Grund der EU-Mindesteffizienzstandards nicht mehr erlaubt sind, grau dargestellt werden.

Zusätzlich wird eine öffentliche Online-Datenbank geschaffen werden. Ein zentrales Produktregister soll zudem die Mitgliedsstaaten bei der Marktüberwachung unterstützen.

In Österreich können sich Konsumenten dafür bereits heute auf der Plattform www.topprodukte.at – ein Service von klimaaktiv, der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft – über die effizientesten Produkte informieren.

Die überarbeitete Rahmenverordnung zur Energieverbrauchskennzeichnung wurde am 28. Juli 2017 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Auf Grund von Übergangsbestimmungen wird das Label im Lauf der kommenden zwei bis drei Jahre sukzessiv für die unterschiedlichen Produktgruppen eingeführt werden.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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