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Schicksalstage für Sharp: Ö-Mitarbeiter werden gekündigt – Niederlassung am Prüfstand

13.06.2012

Lange Zeit gab’s – außer den üblichen Branchengerüchten – nichts Konkretes zur Zukunft von Sharp in Österreich. Jetzt scheint wieder Bewegung in die Sache zu kommen – auf eine leider sehr unerfreuliche Art und Weise. Wie von mehreren (gewöhnlich gut informierten) Quellen zu hören ist, soll fast der gesamte hiesige Außen- sowie Innendienst (UE-Bereich) per Ende Juni gekündigt werden. „Kein Kommentar“, so Sharps knappe Antwort auf eine entsprechende Elektrojournal Online-Anfrage.   

Auch wenn man sich sowohl am Wiener Handelskai (Ö-Niederlassung) wie auch in der Hamburger Sharp-Zentrale recht bedeckt hält, innerhalb der Branche ist’s inzwischen ein praktisch offenes Geheimnis. „Die Mitarbeiter sind bereits vor einigen Tagen über ihre bevorstehende Kündigung informiert worden. Wir hatten ja auch schon Anfragen, ob wir neue Leute brauchen“, so ein Branchen-Insider zu Elektrojournal Online.

Komplett geschlossen?

Dem Vernehmen nach soll die heimische Sharp-Niederlassung nach dem Mitarbeiterabbau komplett geschlossen werden (dies betrifft nicht den Professional-Bereich wie Kopierer, Solar usw., Anm.). Das würde bedeuten, dass das Sharp-UE-Fähnchen in Österreich dann einzig und allein von Country Manager Herbert Windisch (er soll bei Sharp weiterhin an Bord bleiben, Anm.) hoch gehalten würde. Genau dieser dementiert im Gespräch mit Elektrojournal Online allfällige Schließungspläne allerdings nachdrücklich: „Die Österreich-Niederlassung bleibt und steht nicht zur Diskussion. Auch werden unsere Handelspartner in Zukunft weiter bestens betreut.“

 

Sharp mit Distributor?

 

Offen bleibt hier allerdings die Frage, wer denn die Niederlassung nach den Kündigungen bevölkern und die Händler betreuen soll. Als sehr interessant ist demnach der Nebensatz von Windisch, dass es „…definitiv Sharp-Geräte auf der Futura zu sehen geben wird“ zu werten. Da der LCD-Pionier heuer nicht selbst ausstellen wird, dürfte hier wohl ein Distributor die wahrscheinlichste Lösung sein. Windisch darauf direkt angesprochen: „Es gibt derzeit viele Gespräche. Mehr möchte ich dazu allerdings nicht sagen.“

Deutschland schweigt

Übrigens: Nichts zu hören ist derzeit  von der deutschen Sharp-Zentrale in Hamburg, in der angeblich vor zwei Tagen Nägel mit Köpfen gemacht wurden. Fix dürfte – ersten Insider-Informationen zufolge – sein, dass sämtliche Management-Agenden nach London übersiedeln. Hamburg soll jedoch als „Competence Center“ bestehen bleiben. Was das genau bedeutet und welche Aufgaben damit verbunden sind, ist derzeit offen: die offiziellen Stellen sind für Stellungnahmen telefonisch nämlich allesamt nicht erreichbar.

NACHTRAG: DIESER BEITRAG BEZIEHT SICH AUSSCHLIEßLICH AUF DIE UE-SPARTE (TV, AUDIO ...) VON SHARP. DIE PROFESSIONELLEN BEREICHE WIE DOCUMENT SOLUTIONS UND/ODER SOLAR SIND DAVON NICHT BETROFFEN!

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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