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Sanierungsplan steht: Loewe streicht 180 Stellen und kürzt die Gehälter

12.03.2013

Edel-TV-Hersteller Loewe baut – hauptsächlich im Produktionsbereich - 180 Arbeitsplätze ab. Unternehmensführung, Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall haben sich auf einen Interessenausgleich, einen Sozialplan und einen Sanierungstarifvertrag geeinigt, erklärten die Kronacher.

Um den Personalabbau sozialverträglich zu gestalten, gründete Loewe eine Transfergesellschaft, die am 1. April - auf ein Jahr befristet - ihre Arbeit aufnehmen wird. Ziel sei es, mit Angeboten zur Weiterqualifikation und zum Bewerbertraining, den gekündigten Mitarbeitern möglichst zeitnah eine neue Stelle zu vermitteln. Loewe lässt sich diese Transfergesellschaft einen einstelligen Millionenbetrag kosten.

Im Sanierungstarifvertrag wurde neben einer Reduzierung des Monatsgehaltes um bis zu zehn Prozent eine Verschiebung der Tariferhöhung auf 2014 vereinbart. Darüber hinaus werden Urlaubs- und Weihnachtsgeld mit einer Pauschale abgegolten. Der Sanierungstarifvertrag läuft bis Ende 2014 und beinhaltet auch eine Erfolgsbeteiligung bei verbesserter Geschäftslage.

"Bei der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens wird Loewe weiterhin massiv in neue Produkttechnologien investieren", stellt der Loewe Vorstandsvorsitzende Matthias Harsch klar. Nach den zum Jahreswechsel in den Markt eingeführten Fernsehgerätelinien Loewe Reference ID und Loewe Individual wird im Sommer eine weitere neue TV-Gerätelinie folgen. Zudem wird in diesem Jahr der Bereich Audiodesign mit zahlreichen Neuheiten konsequent ausgebaut. Erstes Highlight wird hier als Welt- Neuheit das neue, drahtlose Audiosystem 3D Orchestra sein, das im April auf den Markt kommen wird. 3D Orchestra erlaubt unabhängig von der Position der Lautsprecher an jedem Ort im Raum ein perfektes 3D-Klang-Erlebnis.

Sichergestellt ist zwischenzeitlich auch die weitere Finanzierung. Das Bankenkonsortium hat zugesagt, die Restrukturierung von Loewe zu unterstützen. Von den Finanzierungspartnern wurde eine verbindliche Zusage für eine Verlängerung der Kreditlinien bis zum 31. März 2014 unter Einhaltung definierter Auflagen gegeben. Ferner wurde eine wohlwollende Prüfung für eine darüber hinaus gehende Weiterführung der Finanzierung zugesagt.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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