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Die Produktion wird (vorläufig) eingestellt: das Samsung Galaxy Note 7

Samsung stellt Produktion von Galaxy Note 7 ein

11.10.2016

Samsung setzt laut APA die Produktion seines problembehafteten Smartphones Galaxy Note 7 aus, nachdem US-Verbraucher Brände auch bei ausgetauschten Geräten gemeldet hatten.

Die Austria Presse Agentur meldet, dass Samsung die Produktion des Galaxy Note 7 vorläufig einstellt: Samsung hatte Anfang September 2016 eine weltweite Umtauschaktion für rund 2,5 Millionen Geräte des Galaxy Note 7 wegen Brandgefahr bei den Akkus bekanntgegeben. Inzwischen wurden vier Fälle allein in den USA bekannt, in denen ein Ersatzgerät in Flammen aufgegangen sein soll. Samsung selbst äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.

Das Wall Street Journal berichtete in der Nacht auf Montag unter Berufung auf informierte Personen, Samsung habe die Fertigung vorläufig gestoppt. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap schrieb das auch und nannte den Manager eines Zulieferers als Quelle.

Das Unternehmen selbst hatte in seiner jüngsten Stellungnahme am Sonntag erklärt, man nehme die Verbraucherberichte ernst. Ein Sprecher sagte etwa: „Wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck daran, die besagten Fälle zu untersuchen und die Ursache zu ermitteln.“ Man arbeite dabei eng mit der US-Verbraucherschutzbehörde CPSC zusammen. Der Sprecher weiter: „Sollten wir ein Sicherheitsrisiko feststellen, werden wir gemeinsam mit der CPSC geeignete Sofortmaßnahmen ergreifen.“

Am Wochenende waren drei weitere Fälle in den USA bekanntgeworden, in denen nach Angaben der Betroffenen Austauschgeräte des Note 7 in Brand gerieten: Eines der Geräte füllte demnach bereits am Dienstag in der Nacht ein Schlafzimmer mit Rauch, am Sonntag soll das wieder passiert sein. Zudem entzündete sich am Freitag ein Telefon in den Händen eines 13-jährigen Mädchens, so die APA.

Am Mittwoch war bereits ein Flugzeug in den USA kurz nach dem Start wegen eines brennenden Note 7 geräumt worden. Auch hier handelte es sich dem Besitzer zufolge um ein Ersatzgerät. Yonhap schrieb, auch in Südkorea und Taiwan habe jeweils ein ausgetauschtes Gerät gebrannt.

Nach den Berichten kündigten die Mobilfunk-Betreiber AT&T und T-Mobile US an, keine Note 7 an ihre Kunden mehr auszugeben. Käufer könnten ihre Geräte gegen andere Modelle umtauschen.

Samsung verkaufte das Modell im mehreren Ländern seit August. In Deutschland sollte es erst am Tag der Austausch-Ankündigung Anfang September breit in den Handel kommen. Zuletzt war der Verkaufsstart in Europa für den 28. Oktober angekündigt worden.

Früheren Angaben der US-Verbraucherschutzbehörde zufolge könnte ein Grund für die Probleme beim ursprünglichen Note 7 gewesen sein, dass Akkus etwas zu groß für den Platz im Gehäuse geraten seien und es dadurch beim Einbau zu Kurzschlüssen in den Batterien kommen könne.

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