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Saeco-Vorstand Kropik: „Wenn wir unqualifiziert angegriffen werden, schießen wir zurück!“

08.02.2008

Die Zeit des Vollautomaten sei keineswegs vorbei. "Wallinger bezieht sich auf Preisklassen, die's nicht gibt, und Zahlenmaterial, das offiziell nicht bestätigt ist", so der Saeco-Vorstand.

"Ich spreche hier als Vorstand der Saeco AG und Geschäftsführer von Spidem", macht Kropik zu Beginn seiner Entgegnung klar. Anlass sind starke Ansagen, die Wallinger vorgestern via Elektrojournal Online tätigte. Dabei meinte der Nespresso-Chef, der Vollautomat habe seinen Höhepunkt überschritten, die "199-Euro-Maschine von Spidem" sei der einzige Vollautomat, "der 2007 noch wirklich Volumen bewegt hat".

Kropik: "Ich finde es ja interessant, dass Wallinger als selbsternannter Kaffee-Wesir uns in dieser Weise unqualifiziert angreift. Offenbar hat er vergessen, dass Saeco Nespresso erst groß gemacht hat." Die Aussage zur 199-Euro-Maschine sei schlichtweg falsch. "Wir bewegen uns mit Spidem in einem Preisband zwischen 249 und 349 Euro und wachsen mit der kompletten Range. Lediglich zweimal im Jahr gibt's mit uns nicht abgesprochene Angebote zu 199 Euro." Mit derselben Berechtigung könne man behaupten, Nespresso verkaufe 49-Euro-Maschinen. "Der Handel ist ohnehin stinksauer, weil er bei Nespresso kaum etwas verdient."

"Klage wegen Vergleich der Kaffee-Preise abgeschmettert"

Auch interne Zahlen, wonach Nespresso-Geräte die Vollautomaten 2007 mengenmäßig überholt haben, bezweifelt Kropik: "Endgültige Zahlen der GfK gibt's erst nächste Woche, aber ich gehe davon aus, dass 130.000 bis 140.000 statt wie behauptet 120.000 Vollautomaten verkauft wurden." Mit 65 Prozent Marktanteil sei die Saeco-Gruppe nicht nur nach wie vor der Platzhirsch, sondern der Markt steige gerade im gehobenen Segment wert- und stückmäßig.
"Top-Anbieter wie Saeco, Jura und zum Teil auch DeLonghi profitieren davon. Man braucht sich nur einmal anzusehen, was DeLonghi mit der tollen TV-Werbung bewegt hat."

Den Kaffeeröstern würde Unrecht getan, wenn Wallinger für Nespresso die "Spitze bei der Kaffeequalität" reklamiert: "Ein Illy- oder Segafredo-Kaffee ist aus meiner Sicht wesentlich besser."
Während es sich bei Nespresso und Vollautomaten um zwei unterschiedliche Systeme handle, die kaum zu vergleichen seien, sieht Kropik einen Ansatzpunkt beim Kaffeepreis: "Vor zwei Jahren wurde ich geklagt, weil ich in Prospekten behauptet habe, Nespresso-Kaffee sei bis zu fünfmal so teuer. Die Klage wurde abgeschmettert."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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