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Saeco & Tchibo schmieden Kapsel-Allianz: Cafissimo gibt’s damit künftig auch im Elektrofachhandel

07.06.2013

Der Hamburger Kaffeeröster Tchibo (Eduscho) und die Philips-Tochter Saeco blasen zum Großangriff am immer lukrativer werdenden Kapselmarkt. Künftig wird man die Maschinen fürs Cafissimo-Einzelportionensystem gemeinsam weiterentwickeln und vermarkten. Die doppelt gebrandeten (Tchibo/Saeco) Geräte sollen zuerst in Österreich, Deutschland und der Schweiz auf den Markt kommen.

Das am schnellsten wachsende Segment im europäischen Kaffeemarkt hat bald einen gewichtigen Mitspieler mehr. Immerhin verbündet sich Tchibo, Deutschlands größter Kaffeeverkäufer, mit einem nicht minder bekannten Gerätehersteller – und damit auch mit dessen Konzernmutter Philips. „Diese Partnerschaft kombiniert die Kaffeekompetenz von Tchibo mit Saecos jahrelanger Erfahrung bei der Entwicklung und Herstellung von Kaffeemaschinen. So entsteht ein überzeugendes Angebot für die Kunden“, meint etwa Federico de Angelis, Vorstandsvorsitzender von Saeco. „Diese Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schritt, um unsere Wachstumsziele im Einzelportionsgeschäft zu erreichen“, erklärt sein Tchibo-Gegenüber Markus Conrad.

Elektrofachhandel als neuer Vertriebsweg 

Gemeinsam will man künftig die Cafissimo-Patente nutzen, um gegen Nespresso, Tassimo, Cremesso und Dolce Gusto anzutreten. Für die Deutschen liegt der größte Vorteil der Allianz dabei wohl im Vertrieb. Bislang verkaufte der Kaffeeröster seine Kapselmaschinen nämlich ausschließlich in den eigenen Filialen und über den Onlinehandel. Die Partnerschaft mit Saeco bzw. Philips bringt die Geräte nun aber auch in den Elektrofachhandel – und damit bedeutend näher zum Kapsel-Kunden. Für Saeco wiederum markiert die Kooperation den großen Einstieg ins Kapselgeschäft.  

    

Die Zusammenarbeit bezieht sich zunächst auf Deutschland, Österreich und die Schweiz, später sollen Länder in Osteuropa hinzukommen. Übrigens: Bislang wurden die Cafissimo-Geräte von Severin gefertigt. Darüber, wie’s mit dieser Zusammenarbeit weitergehen soll, gibt’s derzeit noch keine Infos. Überhaupt sollen die genauen Details der Partnerschaft im September (vermutlich auf der IFA) bekannt gegeben werden.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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