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Ringfoto-Chef Gerhard Brischnik im Interview: "Die Einführung der EU war eines unserer wichtigsten Erlebnisse"

19.11.2010

Ringfoto Österreich wurde kürzlich 20 Jahre alt. Wie dieses Jubiläum gefeiert wurde, lesen Sie im dieser Tage erscheinenden Elektrojournal. Außerdem lässt Ringfoto Österreich-Geschäftsführer Gerhard Brischnik die letzten 20 Jahre Revue passieren. Lesen Sie hier den zweiten Teil des ausführlichen Interviews.

Elektrojournal Online: Wie läuft das Jahr für Ringfoto und die Fotobranche?

 

Gerhard Brischnik: Heuer ist ein sehr gutes Jahr. Wir haben viele neue Geräte, zum Beispiel auf dem spiegellosen Sektor. Bei den Kompakten gehen vor allem höherwertigen Kameras sehr gut und der Spiegelreflex-Sektor wächst weiterhin. Der einzige Sektor, der etwas leidet, sind Camcorder, weil einfach in den heutigen Fotogeräten HD-Video eingebaut ist. Im höherwertigen Bereich wird allerdings sehr wohl in Camcorder investiert.

 

Letztes Jahr?

 

Es ist vielleicht so, dass wir in einer Zeit leben, in der die Menschen nach Bedarf kaufen. Vor Jahren konnte man noch fast die Umsätze nach einer Kurve nachzeichnen. Diese fast fixen Kurven gibt es heute nicht mehr. Wenn jemand mit seiner alten Kamera nicht mehr zufrieden ist, wird dieser Bedarf gedeckt. Das erste Halbjahr im vorigen Jahr war nicht immer so, wie wir es planten, das zweite Halbjahr war aber sehr gut. Und das Weihnachtsgeschäft war eines der besten, die wir je miterlebt haben. Wir hatten voriges Jahr gesehen, unterm Weihnachtsbaum lagen viel mehr Päckchen. Geldgeschenke und Gutscheine waren letztes Jahr nicht angesagt. Man wollte einen Wert schenken.

 

Auf der Photokina sagten viele Hersteller, dass die Fachhändler heuer in einer besseren Stimmung sind, als zuletzt...

 

Ich hätte vor zwei Jahren keine negative Stimmung gesehen. Ich glaube, über einen Zeitraum von zwei Jahren bekommt man das nur schwer mit. Aber die Photokina heuer hat einen neuen Besucherrekord geschafft. Wir dürfen nicht vergessen, dass der Großteil der Besucher Konsumenten sind, die schauen, was es Neues gibt. Es war sicher eine sehr positive Stimmung.

 

Würden Sie es für sinnvoll halten, in den photokinolosen Jahren, die Fotobranche verstärkt auf die IFA holen?

 

Die Photokina ist die Weltleitmesse der Fotographie. Daran wird sich nichts ändern. Ich denke, es sollte so bleiben wie es ist. Wir haben ja schon öfters gesehen, wenn man anfängt Messen zu vermischen, wird es meistens nichts. Natürlich sind große Firmen auf beiden Messen, aber beide Messen sind wichtig.

 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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