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Retourkutsche der GPA: „Durchschaubare Strategie der Handelsunternehmen“

20.11.2006

"Sie versuchen offenbar, durch einen raschen Lohnabschluss mit der Gewerkschaft HTV ArbeiterInnen und Angestellte auszuspielen und so um den gerechten Anteil am wirtschaftlichen Erfolg zu bringen."

Neben der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) für etwa 450.000 Angestellte verhandelt auch die Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV) für etwa 100.000 ArbeiterInnen einen neuen Kollektivvertrag.
Die beteiligten Gewerkschaften hätten die Strategie der Arbeitgeber durchschaut, so heißt es, und sich bereits vergangenen Freitag darauf verständigt, dass für alle Beschäftigten im Handel ein fairer Lohn- und Gehaltsabschluss erreicht werden müsse, der dem deutlich besseren wirtschaftlichen Ergebnis des Handels entspreche.

Besonders bemerkenswert sei es dabei aus Sicht der GPA, dass ausgerechnet der Handelsverband, als Vertreter der Großunternehmen des Handels, in der Auseinandersetzung die öffentliche Bühne betrete.
"Gerade die großen und wirtschaftlich potenten Unternehmen des Handels verstecken sich hinter den Klein- und Mittelunternehmen, anstatt einen fairen Gehaltsabschluss herbeizuführen", meint GPA-Verhandlungsleiter Felix Hinterwirth.

"Große Handelsunternehmen bringen die KMU in Schwierigkeiten"

Und weiter: Unternehmen wie Billa, Spar, Lutz oder C&A nützten jeden Cent der ersparten Lohn- und Gehaltssumme, um damit die Expansion und Preisdumping zu finanzieren, die letztlich die KMU im Handel in Schwierigkeiten bringen.
"Das ist weitaus gefährlicher für die gesamte Wirtschaftslage der Branche als ein gerechter Gehaltsabschluss", so Hinterwirth.
Auffällig sei außerdem, dass es gerade die großen Unternehmen seien, bei denen immer wieder systematische Übertretungen des Kollektivvertrages festgestellt werden und die dem Ruf der Branche Schaden zufügten. Das zeige sich zuletzt bei Betriebsaktionen von Schlecker oder KIK.

Und Projer droht: "Wir sind solidarisch mit den HandelsarbeiterInnen. Sollten die Verhandlungen nicht das von der Gewerkschaft HTV gewünschte Ergebnis bringen, sind gemeinsame Aktionen nicht auszuschließen."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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