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Repair Cafés: Eine Idee wird zehn Jahre alt

18.10.2019

Das erste Repair Café wurde zum ersten Mal vor zehn Jahren in Amsterdam ins Leben gerufen. Die Idee hat sich seither über die Grenzen hinaus verbreitet. In Österreich gibt es mittlerweile 3000 Freiwillige, die rund 50.000 Reparaturen pro Jahr durchführen.

Am 18.Oktober 2009 trafen im ersten Repair Café in Amsterdam zum ersten Mal ehrenamtliche Reparateure mit Interessierten zusammen, um gemeinsam kaputte Haushaltsgegenstände zu reparieren. Das Konzept ging voll auf – heute versammelt Initiatorin Martine Postma unter dem Dach ihrer „Stiftung Repair Café“ knapp 2000 Gruppen in 35 Ländern. Pro Jahr werden damit über 400.000 Gegenstände repariert.

3000 freiwillige Reparateure in Österreich

Die Zahl der Initiativen ist aber noch größer, da nicht alle der Stiftung angehören. Seit dem ersten österreichischen Repair Café in Salzburg vor über sechs Jahren wuchs die Bewegung hierzulande laut Schätzungen von Repanet auf 150 Initiativen an, deren Aktivitäten die Einsparung von 1110 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr und die Vermeidung von 210 Tonnen Abfall bewirken – und zwar indem an die 3000 Freiwillige gemeinsam mit jährlich 63.000 BesucherInnen 46.000 Gegenstände erfolgreich reparieren.

Die Bewegung freut sich über Zuwachs – besonders jüngere ReparateurInnen sind rar und auch die Repair Café Landkarte soll noch dichter werden. Wer ein eigenes Repair Café gründen will, erhält von Repanet Tipps und Unterstützung und ist auch zu den Vernetzungstreffen herzlich eingeladen. Eine Reportage über eines der Repaircafés können Sie in der Elektrojournal-Ausgabe 4/2019 nachlesen.

Über Repanet

Seit 25. August 2004 gibt es den Verein RepaNet, der von Partnern aus dem gleichnamigen EU-Projekt gegründet wurde, um auch nach dem Auslaufen des Förderprojektes Reparatur und Wiederverwendung mit der Schaffung von Arbeitsplätzen für Benachteiligte und Bereitstellung leistbarer Qualitätsprodukte für Einkommensschwächere zu verbinden.

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