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Rainer Will (l.), Geschäftsführer des Handelsverbandes, und Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria präsentieren die E-Commerce-Studie Österreich 2017.

Rekordausgaben im österreichischen E-Commerce 2017 dank Smartphone

20.06.2017

Die aktuelle E-Commerce-Studie Österreich 2017 zeigt ein Allzeit-Ausgabenhoch im Distanzhandel, sowie einen anhaltenden Trend zum Mobile-Commerce (Smartphone-Shopping).

Die Ergebnisse der E-Commerce-Studie Österreich 2017 des Handelsverbandes und der Plattform Versandhandel und E-Commerce in Zusammenarbeit mit der KMU Forschung Austria liegen mit 20. Juni 2017 vor.

67 Prozent bzw. 4,9 Millionen Österreicher haben im Untersuchungszeitraum zumindest einmal Einzelhandelswaren im Distanzhandel eingekauft. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl damit konstant hoch geblieben.

Während der Anteil der Österreicher, die im Internet einkaufen, auf einen neuen Rekordwert von 56 % gestiegen ist, sinken die traditionellen Bestellformen wie telefonische und postalische Bestellung im Versandhandel.

Im 5-Jahresvergleich 2012 bis 2017 ist die Zahl der Online-Shopper in Österreich um +24 % gestiegen, während die Zahl der Versandhandelskäufer um -37% zurückgegangen ist. Selbst in der Generation 60+ hat Online-Shopping mittlerweile die telefonischen bzw. postalischen Bestellungen im Versandhandel überholt.

Die Ausgaben der Österreicher im Distanzhandel sind gegenüber dem Vorjahr nochmals um +4 % gestiegen und erreichen 7,6 Milliarden Euro, was 11 % der einzelhandelsrelevanten Konsumausgaben entspricht.

Damit steigen die Ausgaben im Distanzhandel viermal so stark wie die Umsätze im stationären Einzelhandel. Ermöglicht wird der Ausgabenanstieg, anders als etwa 2015, nicht durch eine steigende Zahl an Käufern, sondern durch wachsende durchschnittliche Ausgaben pro Käufer. Diese erreichen 2017 hochgerechnet das Rekordniveau von 1.550 Euro jährlich.

Entgegen der landläufigen Meinung geben Männer im Distanzhandel mit 1.730 Euro/p.a. übrigens signifikant mehr Geld aus als Frauen (1.370 Euro/p.a.).

Es kommt auch zu Ausgabenverschiebungen: Bereits 89 % der Gesamtausgaben im Distanzhandel werden online getätigt, das entspricht 6,8 Mrd. Euro.

Von den steigenden Gesamtausgaben im Analysezeitraum 2017 profitieren nahezu alle Warengruppen, mit Ausnahme von Möbeln und Einrichtungsgegenständen. Die höchsten Ausgaben werden im Distanzhandel weiterhin für Bekleidung/Textilien (1,7 Mrd. Euro) getätigt, gefolgt von Elektro-/Elektronikgeräten (1,1 Mrd. Euro).

Bereits 42 % der Österreicher nutzen ihr Smartphone für Produktrecherchen im Internet und 21 % kaufen damit online ein (Vorjahr: 18 %). Damit steigt die Zahl der Smartphone-Shopper von 1,3 Mio. in der Vorjahresperiode um +17 % auf nunmehr 1,5 Mio. nochmals deutlich an.

Die Gesamtausgaben beim Smartphone-Shopping steigen um +25 % auf 530 Mio. Euro/p.a. an, was 7 % der Distanzhandelsausgaben entspricht.

Auch hier: Die höchsten Ausgaben beim Smartphone Shopping entfallen auf Bekleidung/Textilien, gefolgt von Elektroartikeln.

Die Zahlen der Distanzhandelskäufer, die unter anderem bei Händlern in Österreich (54 %) bzw. bei Händlern im Ausland (53 %) gekauft haben, halten sich annähernd die Waage. 14 % kaufen ausschließlich bei heimischen Händlern, 13 % ausschließlich bei ausländischen Distanzhändlern.

Dabei ist allerdings zu beachten, dass 4 von 10 Konsumenten nicht genau einordnen können, ob sie bei einem Händler im In- oder Ausland bestellen. Schließlich verfügen auch Händler aus dem Ausland über Onlineshops mit einer „at“-Endung.

Ohnehin ist für 57 % der Konsumenten nicht der Standort des Onlineshops das entscheidende Kriterium, sondern der Preis.

Der Trend zu Click & Collect hält ungebrochen an: Bereits 9 % der Österreicher kaufen Produkte online und holen die bestellten Waren dann direkt im Ladengeschäft ab (6 % in der Vorjahresperiode).

Die E-Commerce-Studie Österreich 2017. Konsumentenverhalten im Distanzhandel. ist auf der Website des Handelsverbandes erhältlich unter www.handelsverband.at/Distanzhandel2017

 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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