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RegioPlan-Studie: Neue Ladenöffnung geht voll zu Lasten kleinerer Händler

20.12.2007

Dann dürfen Geschäfte in Österreich werktags bis 21 Uhr und samstags bis 18 Uhr geöffnet halten, insgesamt bis zu 72 Stunden pro Woche. Profitieren werden davon allerdings in erster Linie große Handelsagglomerationen und Filialisten.

Laut einer RegioPlan-Erhebung dürften sich die neuen, verlängerten Öffnungszeiten kaum auf die Umsätze auswirken. "Wir rechnen mit einem Plus von maximal 1,5 Prozent", meint Geschäftsführer Wolfgang Richter. Dennoch sei eine Anpassung an die Anforderungen der Konsumenten (geänderte Familienstrukturen, flexiblere Arbeitszeiten) essenziell.

Überdurchschnittliche Zuwächse werden in Tourismusgebieten und überregional bedeutenden Einkaufszonen erwartet. Während kleinere Händler weiter an Marktanteile verlieren würden, könnten sich die Filialisten schneller an die neuen Gegebenheiten anpassen, so Richter: "Diese Strukturbereinigung ist ein langfristiger Prozess, der seit über 20 Jahren andauert und durch das Öffnungszeiten-Gesetz beschleunigt wird."

Wie liberal ist Österreich?

Im internationalen Vergleich seien selbst die reformierten Öffnungszeiten äußerst restriktiv ausgefallen, heißt es von Seiten der RegioPlan Consulting. Nur Deutschland, Belgien, die Niederlande und Italien stünden innerhalb der EU mit Österreich in einer Reihe. Zu den liberalsten Staaten gehören Irland, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Polen, die USA und Kanada, die keinerlei Beschränkungen der Öffnungszeiten vorschreiben - dennoch ist etwa Irlands Handelslandschaft durch geringen Filialisierungsgrad und KMU-Strukturen charakterisiert.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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