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RegioPlan meint: „Die Innenstädte brauchen den Handel – nicht umgekehrt!“

06.12.2006

Gegenwärtig folgt der Handel der Kaufkraft, was in hoher Verkaufsflächen-Dichte an den Speckgürteln der großen Städte resultiert. Dank strenger Raumordnungs-Gesetze soll sich das ändern.

Geht der Handel nun einfach dorthin, wo die Konsumenten sind, oder folgen diese dem Handel? Das Henne/Ei-Problem stellt sich auch, wenn es um den Kampf zwischen den Einkaufsstraßen in der Innenstadt und den Einkaufszentren am Stadtrand geht.
Feststeht: Alle Landeshauptstädte mit Ausnahme von St. Pölten, Eisenstadt und Klagenfurt haben eine höhere Verkaufsflächendichte außerhalb als innerhalb der Stadtgrenzen. Eine Entwicklung, die auch durch Raumordnungsgesetze bislang kaum gebremst werden konnte.

Die Gründe dafür liegen neben den räumlichen Bedingungen und günstigeren Gründstücksflächen auch im oft großzügigen Entgegenkommen der Umlandgemeinden. Man denke an bekannte Beispiele wie die SCS in Vösendorf bei Wien, das Shopping Center Seiersberg bei Graz oder die Plus City in Pasching bei Linz. Eine Entwicklung, die sich im Umfeld der Bezirkshauptstädte (Tulln, Mistelbach, Horn) fortsetzt.
Trotz strengster Gesetze haben sich gerade in Niederösterreich beträchtliche Speckgürtel angesammelt. Nicht ohne Grund widmete sich kürzlich auch das Stadtkern-Symposion der Wiener Wirtschaftskammer diesem Thema.

Ohne Gesetzesrahmen werden Städte ausgehöhlt

"Städte sind zentrale Orte eines Landes mit unverzichtbaren Funktionen", heißt es in der Studie. "Ausgeprägte Speckgürtel rauben diesen jene Einnahmen, die für die Erhaltung wichtiger Einrichtungen benötigt werden."
Die Chance für die Innenstädte: Aufgrund der verschärften Gesetze sind Projekte auf der "grünen Wiese" kaum noch möglich, im Gegenzug wurde die Schaffung innerstädtischer Handelsflächen erleichtert. Weitere Rahmenbedingungen wie ausreichend Parkplätze und Zufahrtsmöglichkeiten seien sicherzustellen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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