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Reed Messe macht reinen Tisch: 8.500 Futura-Besucher nach neuer Zählung!

20.09.2012

Von rund 10.000 Besuchern hatte Reed Messe-CEO Johann Jungreithmair im Elektrojournal-Gespräch kurz vor Messe-Schluss gesprochen. Laut offizieller Zählung sind’s nun doch nur 8.500. Woran’s liegt? Gemeinsam mit dem FEEI hat sich die Messe dazu entschlossen, die Daten der elektronischen Zählung ganz streng zu interpretieren. Was für die Zukunft heißt: neue Zähl-Methode, neues Spiel.

Da hat wohl wieder die elektronische Erfassung zugeschlagen: Schon bei den diesjährigen Frühjahrs-Ordertagen gab’s ein Besucher-Minus, obwohl die Aussteller mit der Frequenz größtenteils recht glücklich waren. Derselbe Effekt zeigt sich nun bei der Futura 2012 (auch wenn die Aussteller hier ob der Frequenz nicht ganz so himmelhoch jauchzend gestimmt waren): Gezählt wurden 8.498 Fachbesucher aus Österreich und dem angrenzenden Ausland, vor allem Bayern. Der Gesamtanteil internationaler Fachbesucher lag bei acht Prozent.

 

„Auf den ersten Blick erscheint dies als Rückgang, aber das entspricht nicht der Realität“, erklärt Jungreithmair. „Um bis dato unvermeidliche Doppel-Zählungen bereinigt, konnten die Fachbesucher-Zahlen in etwa auf demselben hohen Niveau wie im Vorjahr gehalten werden.“ Nicht mitgezählt wurden die rund 1.000 Stand-Mitarbeiter der Aussteller, andere Besucher wurden bei Wieder-Eintritt am selben Messe-Tag nur einmal erfasst.

 

„Sonntag ist Solidar-Akt“

 

Der Messe-CEO geht auch davon, dass die Hürden für private Messe-Besucher höher geworden sind: „Wenn sich ein Fachbesucher über die Firma registriert, wird er die Freundin eher nicht mehr mitnehmen. Und wer früher beispielsweise mehrere Firmen-Einladungen bekommen hat, kann diese nun nicht mehr an Freunde weitergeben, da für Private keine Möglichkeit der Online-Registrierung besteht.“ Mit einem Wort: „Wir haben uns mit dem FEEI auf die professionellste und absolut bereinigte Zählungs-Methode geeinigt. Bei Publikums-Messen wird das meist großzügiger angewendet. Die neue Besucher-Zahl ist damit auch die Benchmark für die Zukunft.“

 

Insgesamt geht man bei der Messe-Gesellschaft also davon aus, dass die Futura auf dem Niveau des Vorjahres war. Besser besucht als vor zwei Jahren, als er zuletzt Teil der Messe war, war der Sonntag – auch hier lassen sich die Zahlen jedoch nicht vergleichen. Konkret nutzten den auf 17 Uhr verlängerten letzten Messetag 1.641 Fachbesucher. „Ein Erfolg war insbesondere die große Verkäufer-Nachfrage.“ Eine Sonntags-Diskussion will er daher nicht lostreten: „Es handelt sich um einen Solidar-Akt aller Beteiligen, um Verkäufern und kleinere Händlern entgegenzukommen. Dauernde Diskussionen darüber verunsichern die Leute nur.“

 

Mehr Registrierungen als Besucher

 

Potenzial sieht Jungreithmair noch für die Veranstaltung 2013, hatten doch im Vorfeld 10.133 Fachbesucher ihr Interesse an der Messe durch eine Online-Akkreditierung bekundet. „Es wird zu hinterfragen sein, aus welchem Grund dann doch kein Besuch erfolgt ist, um dieses Potenzial auszuschöpfen.“ Jene, die gekommen sind, scheinen dafür umso zufriedener. Ergebnis einer market-Befragung: 81,3 Prozent vergeben die Noten 1 und 2. 98,1 Prozent würden die Futura ihren Geschäfts-Partnern als Info-Plattform weiterempfehlen. 92,2 Prozent gaben an, vom Messe-Besuch profitiert zu haben.

 

Die Notwendigkeit von vier Messe-Tagen spricht aus den offiziellen FEEI-Statements, etwa von Forum Hausgeräte-Obmann Alfred Janovsky und DVB-Forumsprecher Christian Koller. Für die Telekom-Aussteller meint Martin Lehmann gar: „Besonders erfreulich war die gute Frequenz am Sonntag mit dem Wermutstropfen, dass die Frequenz an den anderen Tagen, vor allem am Donnerstag und am Samstag, darunter gelitten hat.“ Zentrale Aufgabe der Aussteller werde es nun sein, die Händler in Zukunft noch besser anzusprechen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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