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„Rechnen mit einer Flächenbereinigung!“ Quelle steigert den Umsatz

07.04.2014

Die zum Hamburger Otto-Konzern gehörende Unito-Gruppe mit Sitz in Salzburg steigerte im Geschäftsjahr 2013/14 den Umsatz um zwölf Prozent auf 312 Mio. Euro, wie Harald Gutschi, Sprecher der Unito-Geschäftsführung, mitteilt. Die komplett im Internet fließende Quelle machte davon 70 Millionen Euro. Der Gewinn wurde nicht bekanntgegeben. Im Stationärhandel rechnet Gutschi mit einer Flächenbereinigung.

In der Unito-Gruppe sind unter anderem die Marken Quelle, Universal und Otto vereint. Salzburg ist dabei die Drehscheibe im Versand: Vom Lagerstandort in Bergheim werden die Bestellungen ausgeliefert. Es gebe zwar nach wie vor auch den Katalog, dieser diene hauptsächlich dazu, "den Onlinehandel zu befeuern". Bis 2020 plant die Unito-Gruppe eine Verdoppelung des Umsatzes. Gutschi geht von jährlichen Wachstumsraten von zehn bis 15 Prozent aus. Der Anteil des Onlinegeschäfts liege aktuell bei 82 Prozent, vor vier Jahren waren es noch 29 Prozent.

 

Dass Mode im "Couch-Commerce" bestellt wird, sei für viele Kunden heute selbstverständlich. Überdurchschnittlich große Wachstumsraten würden Universal und Quelle aber derzeit auch bei Möbeln und Haushaltsgeräten verzeichnen. Derzeit würden sieben Prozent der Möbel online gekauft, in drei Jahren werde der Anteil bei 15 Prozent liegen, glaubt Gutschi. Der stationäre Handel verschlafe diese Entwicklung, meinte der Unito-Manager auf der Pressekonferenz. Er rechnet mit einer Flächenbereinigung in den nächsten Jahren.

 
"Break Even ein Jahr früher"

Quelle hat seit dem Neustart 2011 die Bereiche Wohnen, Baumarkt und Haushaltstechnik im Sortiment und konzentriert sich ausschließlich auf den Internethandel. Der Umsatz wuchs von 40 Mio. Euro im Jahr 2011 auf derzeit 70 Mio. Euro. "Wir haben den Break Even ein Jahr früher als geplant erreicht", meint Markenmanager Reinhard Lengauer. Im vergangenen Jahr startete Quelle auch in Deutschland.

 

Dass der Online-Handel äußerst preisintensiv ist, ist bekannt. Der Gewinn, der unterm Strich bei Quelle bzw. Unito stehen blieb, wurde in der offiziellen Aussendung nicht mitgeteilt. Bei der gesamten Otto Group jedenfalls machte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) 388 Millionen Euro aus, bei einem Umsatz von zwölf Milliarden Euro.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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