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Quelle Deutschland wird trockengelegt: Quelle Österreich soll verkauft werden

20.10.2009

Das deutsche Versandhaus Quelle steht vor dem Ende. Mit potenziellen Investoren konnte keine Einigung erzielt werden. Was mit der Linzer Quelle AG passiert, ist noch offen. Die Seemannszeichen stehen aber auf Verkauf.

Elektrojournal Online hörte die Begräbnisglocken für Quelle Deutschland bereits läuten. Nun steht das deutsche Versandhaus vor dem endgültigen Aus. Kein Investor möchte mitschwimmen. Die Gefahr finanziell abzusaufen sei zu hoch. Denn einer der großen Streitpunkte war, dass man sich bei der Finanzierung des Versandgeschäftes nicht einigen konnte. Dieses sogenannte Factoring sei von Anfang an die größte Herausforderung gewesen. Zudem wollten die potenziellen Bieter verstärkt auf's Internet setzen und die rund 1450 Quelle-Shops schließen. Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg wollte nur einem Drittel der Quelle-Shops und den 109 Quelle-Technik-Centern das Wasser abdrehen.

Kein Investor in Sicht

Sämtliche Rettungsringe brachten nichts. Nach 15 Verhandlungen mit möglichen Investoren gebe es laut Görg keine Alternative zur Abwicklung von Quelle Deutschland. "Ich werde am Dienstagnachmittag die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Nürnberg gemeinsam mit Dr. Nerlich darüber informieren, was die Abwicklung der Quelle Deutschland für sie selbst und für das Unternehmen bedeutet." Laut Medienberichten könnten das 7.000 gestrichenen Stellen sein.

Austro-Quelle soll verkauft werden

Die Auslandsgeschäfte, darunter auch das Österreich-Geschäft, laufen gut. Diese sollen nun möglichst rasch verkauft werden. "Die internationalen Gesellschaften verfügen nach wie vor über stabiles Geschäft und sind solide, stabile und zuverlässige Partner bei Kunden wie bei Lieferanten", heißt es in einer Mitteilung. Gleiches gelte für den Einkaufssender HSE24. Die Spezialversender sollen ihr Geschäft selbstständig weiterführen.

"Die Geschäfte in Österreich laufen unverändert zufriedenstellend", lässt Quelle Österreich-Chef Wolfgang Binder den Medien ausrichten. Man habe daher bereits an Weiterführungsszenarien ohne Quelle Deutschland gearbeitet.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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