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PwC zeigt in der Studie Identitätsklau – die Gefahr aus dem Netz: Jeder dritte Deutsche ist schon einmal Opfer von Identitätsdiebstahl im Internet geworden.

PwC: Jeder Dritte von Identitätsklau betroffen

14.12.2016

72 Prozent der Deutschen sind laut PwC besorgt, Opfer eines Identitätsdiebstahls zu werden – der finanzielle Schaden liegt im Schnitt bei 1.366 Euro: Verbraucher sehen Händler in der Pflicht, für Sicherheit zu sorgen.

Angesichts eines boomenden E-Commerce ist die Studie von PwC nahezu erschreckend – gestohlene Kreditkartendaten, gefälschte Accounts in sozialen Netzwerken oder Missbrauch der E-Mail-Adresse für den Versand von Spam: Jeder dritte Deutsche ist schon einmal Opfer von Identitätsdiebstahl im Internet geworden.

Drei von zehn Betroffenen haben dadurch einen finanziellen Schaden erlitten. Dieser lag im Schnitt bei 1.366 Euro. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Befragung zum Thema Cyber Security im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Gerd Bovensiepen, Leiter des PwC Geschäftsbereichs Handel und Konsumgüter in Deutschland und EMEA: „Der Einkauf im Netz erfordert Umsicht, denn: Mit dem Namen, den Konto- und Kreditkartendaten sowie der Versandadresse hinterlassen Kunden beim Onlineshopping zahlreiche persönliche Daten.“

Die Umfrage belegt: Je häufiger jemand im Internet einkauft, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Identitätsdiebstahls zu werden. Von den Befragten, die wöchentlich im Internet einkaufen, war fast jeder zweite schon einmal von Identitätsklau betroffen.

Am häufigsten wurde dabei die E-Mail-Adresse als Absender für den Versand von Spam-Mails missbraucht (21 Prozent). Je sechs Prozent berichten, dass mit ihren Daten ein gefälschter Account angelegt wurde oder die Kreditkarten-Informationen gestohlen wurden.

Aufgefallen ist den meisten Betroffenen der Betrug, weil sie Rechnungen für Einkäufe erhielten, die sie nie getätigt haben oder weil sie auf ihrem Kontoauszug falsche Abbuchungen bemerkten. Dann ist es häufig schon zu spät: In rund einem Drittel der Fälle von Identitätsdiebstahl erleiden Betroffene einen finanziellen Schaden, der sich im Schnitt auf 1.366 Euro beläuft.

Als Reaktion auf den Identitätsdiebstahl haben zwei Drittel der Opfer ihr Einkaufsverhalten verändert und agieren nun vorsichtiger. Dazu Derk Fischer, PwC Cyber Security Experte: „Betroffene achten stärker auf Sicherheitsvorkehrungen beim Onlinekauf. Sie bevorzugen Bezahlverfahren, bei denen sie keine Kreditkartendaten angeben müssen, also zum Beispiel Kauf auf Rechnung oder über PayPal. Und sie kaufen verstärkt bei zertifizierten und bekannten Onlinehändlern ein.“

Nur bei vertrauenswürdigen Anbietern einzukaufen, so Fischer, schützt die Verbraucher auch vor sogenannten Fake-Shops. Denn immer häufiger versuchen Kriminelle, mit betrügerischen Onlineshops bei ahnungslosen Verbrauchern eine Zahlung per Vorauskasse zu verlangen und die versprochene Ware dann nicht zu liefern. Etwa jedem Vierten ist so eine gefälschte Verkaufsplattform schon einmal aufgefallen.

Derk Fischer rät zu erhöhter Wachsamkeit: „Zu den wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen gehört es, die Passwörter regelmäßig zu ändern und nicht für mehrere Accounts zu verwenden. Bei der Installation von Apps und der Software unbekannter Anbieter ist besondere Vorsicht geboten. Und natürlich sollten Verbraucher keine Mails von unbekannten Absendern öffnen oder gar persönliche Informationen preisgeben, wenn sie in einer E-Mail dazu aufgefordert werden.“

Die vollständige Studie Identitätsklau – die Gefahr aus dem Netz findet sich zum kostenlosen Download unter: www.pwc.de/identitaetsklau.

Autor:
Redaktion Elektrojournal
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