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Projektbericht: Schneider Electric sorgt für prima Klima im Kunsthaus Graz

27.05.2019

Die futuristische Architektur erfordert außergewöhnliche Mess- und Steuertechnik in der Gebäudeautomation. Diese wurde von Schneider Electric gemeinsam mit Partner PKE umgesetzt –ein Projektbericht.

Die Grazer nennen es liebevoll „Friendly Alien“, andere sprechen auch von der „Bubble“ – gemeint ist das futuristisch anmutende Kunsthaus Graz. Eingebettet in die Altstadt, ist es aus dem Stadtbild inzwischen nicht mehr wegzudenken. Dabei liegt das Augenmerk nicht nur auf dem abenteuerlichen Äußeren – Techniker fasziniert mehr noch das Innenleben des „Außerirdischen“. Besonders jetzt, da die Komponenten der Gebäudetechnik der ersten Stunde in die Jahre gekommen sind und sich der „Friendly Alien“ einer Verjüngungskur unterzieht. Für die Erneuerung der gesamten Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) ist Schneider Electric mit seinem Partner PKE Electronics GmbH aus Linz verantwortlich.

1.100 Acrylglasplatten formen die Außenhaut des Bauwerks und 16 „Nozzels“, die an Düsen oder kurze Rüssel erinnern, lugen daraus hervor. Ein feinmaschiges Drahtgewebe bildet die Innenhaut und getragen wird die Konstruktion durch einen kombinierten Stahl- und Fachwerkbau. Mit 60 Metern Spannweite ist es fast so lang wie drei Tennisfelder und bringt rund 4.000 Tonnen auf die Waage. Von der Architektur beeindruckt, ahnen die Besucher meist nichts von dem automatisierten und digitalen Innenleben des „freundlichen Außerirdischen“.

Wie komplex es zugeht, weiß Erik Ernst zu berichten. Er ist Leiter des Referats Facility Management im Universalmuseum Graz und damit auch für die Bubble verantwortlich: „Bedingt durch seine ungewöhnliche Architektur stellt das Grazer Kunsthaus große Anforderungen an Kühlung, Heizung und Klimatisierung.“ Ernst, unter dessen Ägide die Bubble seit ihrer Erbauung steht, fährt fort: „Das Ausmaß der Komplexität wird schon durch das Verhältnis von Ausstellungsfläche zu Nutzfläche deutlich: Der Platz hinter den Kulissen für u.a. Technik ist mehr als viermal so groß wie der Platz für Kunst und Veranstaltungen“, erläutert der Facility Manager.

Brisante Klima-Vorgaben

Die gesamte Klimatechnik, die die Kälte- und Wärmeleistung reguliert, speist sich durch Außenluft und Fernwärme der Stadt Graz. Ventile steuern ihren Zufluss und differenzdruckgeregelte Pumpen verteilen die aufbereitete Luft im gesamten Gebäude. Je nach Jahreszeit ist sie gekühlt, beheizt, be- oder entfeuchtet. „So ist sichergestellt, dass die Bedingungen in unseren Ausstellungsräumen den versicherungstechnischen Anforderungen entsprechen“, berichtet Ernst weiter. Denn will man internationale Künstlerinnen und Künstler gewinnen müssen die technischen Vorgaben der Versicherer erfüllt werden. Hierunter zählen neben Diebstahlschutz auch die Sicherstellung der klimatischen Bedingungen, unter denen Kunstobjekte präsentiert werden. Eine stabile Temperatur von 22 Grad Celsius, die um nicht mehr als 2 Grad über- oder unterschritten werden darf, ist dabei nur ein Kriterium.

Die Brisanz derartiger Vorgaben wird auch mit Blick auf die Raumhöhen der Ausstellungsräume deutlich. Sie beträgt im zweiten Stock des Kunsthauses 3,2 Meter, im dritten sogar 8 Meter. Diese örtlichen Bedingungen erklären dann auch die 60 Lüftungsanlagen im Betrieb. Sie bewegen bis zu 80.000 m3 Luft pro Stunde. In Museumsräumen muss darüber hinaus auch die Besonderheit der feuchten Luft berücksichtigt werden: Halten sich zum Beispiel 500 Personen im Inneren auf, steigt der Feuchtigkeitsgehalt der Luft auf bis zu 30 Gramm pro m³ und Stunde– für Kunstobjekte unter Umständen eine große Gefahr. Der Abtransport feuchter Luft muss daher jederzeit garantiert sein. Im „Friendly Alien“ wird sie über einen Schacht entsorgt, der vom dritten Untergeschoss über Kanäle bis zum Dach des Gebäudes führt, und sie dort freisetzt.

„Der Betrieb des Kunsthauses läuft aus technischer Sicht absolut reibungslos und falls eine rasche Reaktionszeit aufgrund eines Störfalls nötig ist, kann ich remote auf das System zugreifen“, erzählt Klaus Breitenfellner, Projektmanager bei der PKE Electronics GmbH, dem langjährigen Partner des Energiemanagement-Spezialisten Schneider Electric. Und er muss es wissen, schließlich betreut er das ungewöhnliche Gebäude seit dem Tag des Spatenstichs.

Schneider/PKE-Kooperation geht in die Verlängerung

Dieser Tag liegt jetzt schon 16 Jahre zurück. Von Anfang an wurden in der Bubble Hard- und Software auf Basis der EcoStruxure Architektur von Schneider Electric verbaut. Zunächst noch unter den ursprünglichen Namen HGA und TAC. Seit 2009 gehört TAC zu Schneider Electric und das Unternehmen bietet damit alle Komponenten von den vernetzten Produkten bis zu intelligenten Steuerungen aus einer Hand an. Mit der übergreifenden Integrationsplattform EcoStruxure Building Operation gelingt es, Heizung, Lüftung, Klimatechnik und Beleuchtung im Kunsthaus zu steuern, Daten in wertvolle Informationen umzuwandeln und Routineprozesse zu standardisieren. Das alles geschieht auf personalisierten und anwendungsfreundlichen Benutzeroberflächen. Zeitpläne, Alarme, Trends oder Reports lassen sich so mühelos erstellen und per push- oder pull-Nachrichten nutzen.

Der Lebenszyklus der im Kunsthaus verbauten Komponenten neigt sich nun dem Ende zu. Sie müssen erneuert werden. „Es war für uns klar, weiterhin auf Schneider Electric und PKE zu setzen“, erklärt Erik Ernst. „Die Techniker kennen die Produkte und das System. Gemeinsam bilden sie ein eingespieltes Team. So kann beispielsweise der zentrale Prozessor, also die CPU, gleichbleiben, detto das Programm. Das erlaubt die Umrüstung im laufenden Betrieb und macht den Übergang für uns extrem einfach. Zudem punkten Schneider Electric und die PKE mit Kosteneffizienz, nicht nur in der Anschaffung, sondern auch in der Wartung.“ Ernst weiter: „Uns als Kunden kommen die Kontinuität der Produktlinien sowie die Langfristigkeit und Stabilität, die durch das betreuende Team gewährleistet sind, ungemein zugute.“ Christian Pruckner, Sales Director Schaltanlagenbau, Installateure & Gebäudesystemtechnik bei Schneider Electric, bekräftigt die Partnerschaft: „Wir arbeiten gerne mit PKE zusammen. Die PKE verfügt über einen guten Zugang zum Kunden sowie über viel Erfahrung, nicht nur in der Gebäudeleittechnik, sondern auch im Tunnelbau und anderen Verkehrsprojekten.“

„Partner sind nah am Kunden“

Schneider Electric Austria arbeitet in Österreich mit mehr als 80 Partnerbetrieben u.a. aus den Bereichen Elektroinstallation, Systemintegration sowie Schaltanlagenbau zusammen. „Die Vorteile liegen für beide Seiten auf der Hand“, so Christian Pruckner. „Partner sind nah am Kunden und punkten mit rascher Reaktion, hoher Qualität und Flexibilität. So können Projekte schneller und effizienter abgewickelt werden. Schlussendlich profitiert der Kunde davon.” Und Country General Manager Karl Sagmeister fasst zusammen: „Die Arbeit mit unseren Partnern unterstreicht die Maxime von Schneider Electric. Wir sehen die Technologien und deren Auswirkungen auf die physischen Größen bei den Kunden stets als Werkzeug, das Geschäft unserer Kunden voranzutreiben. Es ist uns wichtig, dass wir die oftmals sehr individuellen Bedürfnisse der Anwender realisieren können; im Falle des Kunsthauses ist es das perfekte Raumklima, das für die Präsentation von Kunstobjekten unabdingbar ist. Nur so können Image und in weiterer Folge Besucherzahlen und damit Umsätze des Kunsthauses, unseres langjährigen Kunden, gesteigert werden.“

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