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Produktion österreichischer Möbel brach im Vorjahr ein, aber Küchenmöbler lieferten mehr

19.01.2010

In den ersten drei Quartalen 2009 erlebte die Möbelindustrie einen drastischen Einbruch bei der Produktion von -12,8 Prozent bei einem Gesamtwert von 1,69 Mrd. Euro. Die Küchenmöbelindustrie blieb mit einem Plus von 2,6 Prozent (186 Mio. Euro) auf stabilem Niveau.

Am geringsten war die Nachfrage bei Sitzmöbeln, hier verzeichneten die Produzenten ein Minus von 37,6 Prozent. Aber auch Büromöbeln mit -25,5 Prozent und Ladenmöbel mit 10,9 Prozent mussten Rückgänge im zweistelligen Bereich hinnehmen. Ungebrochen war indes die Nachfrage nach Küchen, Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbel.

Bei den Exporten konnten die Rückgänge des ersten Halbjahres 2009 auch im 3. Quartal nicht gestoppt werden und verminderten sich insgesamt um Minus 16,3 Prozent auf 972 Mio. Euro. Hier blieben auch die Küchenmöbel mit 13,6 Prozent im Minus. Nach wie vor blieb Deutschland der wichtigste Exportmarkt. Allerdings gab es in den ersten drei Quartalen hier einen Rückgang von 15,4 Prozent bzw. 376 Mio. Euro. Der Rückgang bei Wohnmöbeln hielt sich aber mit einem Minus von 4,5 Prozent in Grenzen. Büromöbel wurden um 36,1 Prozent weniger ausgeführt.

Drastisch sind die Möbelexporte von Österreich nach Italien gesunken, mit -35,5 Prozent auf 82. Mio. Euro. Den drittwichtigsten Platz bei den Exportländern belegt Polen, hier war das Minus bei 2,3 Prozent. Auch die Möbelimporte nach Österreich gingen in den ersten neun Monaten 2009 zurück, um 6,6 Prozent (1,2 Mrd. Euro). Zulegten indes die Importe bei Küchenmöbel mit 2,8 Prozent und Ladenmöbel mit zwei Prozent. Während die Importe vom wichtigsten Handelspartner Deutschland um 4,5 Prozent auf 608 Mio. Euro zurückgingen, waren die Möbelimporte aus den gesamten 26 EU Staaten um 8,2 Prozent auf 1,01 Mrd. Euro geschrumpft. Im zweistelligen Bereich gestiegen sind die Importe aus China auf einen Gesamtwert von 89,1 Mio. Euro. Damit liegt es schon knapp hinter dem Drittplatzierten Polen.

Das Wifo prognostiziert für 2010 und 2011 eine Stabilisierung der Konjunktur. Allerdings gab es bereits 2009 anders als in vielen EU-Haushalten einen Reallohnzuwachs von 0,4 Prozent. Darauf führt die Österreichische Möbelindustrie auch die positiven Zahlen im Wohnmöbelbereich zurück. Auch viele österreichischen Möbelproduzenten schätzen die zukünftige Geschäftslage nach wie vor zurückhaltend ein.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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