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Premium verliert seinen Reiz: Durchschnittspreis für Smartphones sinkt auf knapp die Hälfte

24.02.2014

Eine in Deutschland durchgeführte Verbrauchererhebung von Geizhals kommt zu folgendem Ergebnis: Während im ersten Quartal 2010 für ein Smartphone im Schnitt 560 Euro gezahlt wurde, sind es vier Jahre später nur noch 320 Euro. Der Trend geht zum Preisvergleich mit den Mittelklasse-Modellen; Apple-Geräte verlieren an Nachfrage.

Den Preisverfall von mehr als 40 Prozent innerhalb von vier Jahren belegt der Trendspiegel des Internet-Preisvergleichers Geizhals anhand von Suchanfragen seiner Nutzer. Die Geizhals-Redaktion analysierte in mehreren Preisklassen die jeweils drei beliebtesten Smartphone-Modelle, die von deutschen Geizhals-Usern gesucht und angeklickt wurden. Das Ergebnis: Heute vergleichen Konsumenten mehr die Mittelklasse zwischen 200 und 400 Euro als den hochpreisigen Bereich zwischen 300 und 500 Euro. Teure Premium-Modelle für über 600 Euro werden zunehmend unattraktiver.

Mehr günstige Geräte mit Premium-Features

 

Die Betrachtung der am meisten geklickten Smartphones in drei verschiedenen Preisbereichen erlaubt gleichzeitig Rückschlüsse über die Entwicklung und Verbreitung der enthaltenen Technologien. Vierkern-Prozessoren und Displays mit höherer Auflösung als 300 dpi sind nun schon in der Preisklasse bis 200 Euro zu finden. Für 400 Euro gibt es bereits eine Reihe von Geräten, die Premium-Features wie ein Full-HD-Display oder 2 Gigabyte RAM aufweisen. Diese Merkmale waren zuvor der 600-Euro-Klasse vorbehalten.

 

Apple verliert an Nachfrage

 

Wie gut iOS und Windows im Vergleich zu Android abschneiden, wurde in den Top-10 ausgewertet: Seit 2013 finden sich keine Apple-Smartphones mehr im Ranking, während Nokia's Lumia-Modelle mit einem Anteil von 10 Prozent diese Nische dank Windows Phone 8 teilweise einnehmen können.

 

Das Geizhals-Fazit: "Der Faktor Preis-Leistung hat für Verbraucher bei der Smartphone-Anschaffung einen wachsenden Stellenwert. Die technischen Vorteile eines Premium-Smartphone werden immer geringer. Als Abgrenzung zur Mittelklasse sollen daher umfangreichere Sensoren wie Thermometer oder Hygrometer und Sondermerkmale wie USB 3.0 dienen", erklärt Michael Pichler, Leiter der Geizhals-Redaktion. "Diese Entwicklungen liefern jedoch nicht mehr genug Anreize für Verbraucher, für solch ein Smartphone tiefer in die Tasche zu greifen."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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