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Premiere: Verlust verringert, rote Zahlen bleiben - Entscheidung in Sachen Nagravision steht bevor

15.02.2008

Premiere musste 2007 einen Umsatzrückgang von 1,06 Mrd. Euro auf nun 984,5 Mio. Euro hinnehmen. Durch eine Senkung der operativen Kosten bleibt unter dem Strich ein Nettoverlust von 51,6 Mio. Euro. Zum Vergleich: 2006 lag dieser noch bei 161,5 Mio. Euro.

Ordentlich zulegen konnte Premiere bei den Abonnentenzahlen. Die Zahl der direkten Kunden stieg um rund 240.000 auf 3,65 Millionen zum 31.12.2007. Zählt man hier die Kunden von Arena und Unitymedia hinzu, liegt die Zahl bei 4,28 Millionen. Premiere Star konnte bis Jahresende 170.000 Abonnenten gewinnen.

Für 2008 will das Unternehmen derzeit noch keine Prognosen abgeben. Als Grund wird hier die offene Bundesliga-Ausschreibung (Deutschland) angegeben. Dazu kommt das Piraterie-Problem, das durch den geplanten Kartentausch zwar gelöst sein sollte, bis dahin die Entwicklung von Premiere aber weiter negativ beeinflussen könnte.

Premiere-Chef Börnicke: "Können Vertrag mit Kudelski auflösen"

Apropos Piratierie. Hier scheint wieder Bewegung in die Sache gekommen zu sein, nachdem die Gerüchte um einen eventuellen Verschlüsselungs-Wechsel zu NDS Videoguard nicht verstummen wollen. Erstmals hat sich nun auch Premiere-Chef Michael Börnicke in dieser Causa zu Wort gemeldet.

Laut Börnicke soll in den nächsten vier Wochen eine Entscheidung über das künftige Sicherheitssystem fallen. Im Rennen sind hier nach wie vor die schweizerische Kudelski SA (Nagravision) oder die NDS Group plc (Videoguard). Die NDS Group gehört mehrheitlich der News Corp. von Rupert Murdoch, welcher zwischenzeitlich ja auch bei Premiere im Boot ist.

Obwohl Kudelski auf den bis 2012 laufenden Vertrag verwies, sagte Börnicke, dass Premiere aufgrund des Piraterieproblems diesen vorzeitig auflösen könne. Durch den Austausch des Verschlüsselungssystems würden dem Sender jedenfalls keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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