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Preiskampf, Pacht & fehlende Frequenz: Innsbrucker Küchenhändler muss die Notbremse ziehen

12.02.2019

Die Zeiten in der Küchenbranche waren auch schon mal rosiger. Ein hoher Pachtzins, die fehlende Frequenz im Musterhauspark und der beharrliche Preiskampf im Küchenhandel forderten jetzt in der Tiroler Landeshauptstadt ein Opfer. Auf eine Mio. Euro belaufen sich die Schulden.

Das Innsbrucker SCALA Küchen- und Wohnstudio kann seinen laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen und musste deswegen den schweren Gang zum Landesgericht antreten. Seine finanziellen Schwierigkeiten führt der Schuldner einerseits auf die schlechte Frequenz seines Musterhausparks und den hohen Pachtzins, andererseits auch auf die generell schwierige Situation in der Küchenbranche und den herrschenden Preiskampf zurück.

Laut eigenen Angaben belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rund eine Mio. Euro. Als Aktiva stehen hier das Inventar (mit einem Wert von rund 30.000 Euro) sowie ein auf dem Pachtobjekt errichtetes Superädifikat, dessen Verkehrswert sich laut Gutachten auf über 450.000 Euro belaufen soll, gegenüber. Weiters ist der Schuldner, der mit seinem gesamten Privatvermögen für Verbindlichkeiten aus dem Unternehmensbetrieb haftet, Miteigentümer einer pfandrechtlich belasteten Liegenschaft, auf der sich ein Mehrfamilienhaus befindet.

Laut KSV 1870-Angaben habe der Schuldner bereits versucht, sein Unternehmen zu verkaufen. Dieses Vorhaben sei aber gescheitert. Eine Betriebsfortführung wird von der Schuldnerseite jedenfalls nicht angestrebt. Vier Dienstnehmer sind von der Insolvenz betroffen.

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