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Pleite-Monster findet Fressen! Leitz-Austria sitzt auf einem 17 Millionen Schuldenberg

02.07.2009

Der Schuldenberg beträgt also 17,4 Millionen Euro. Den rund 130 Gläubigern wird eine Mindestquote von 40 Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Abnahme des Ausgleichs. Betroffen sind 44 Dienstnehmer.

Ein fettes Jahrzehnt, bis 2007, war Leitz-Austria Vertriebspartner von Samsung. Danach wollte man mit der Distribution von Mobil-, Schnurlostelefonen, Faxgeräten und Digi-Cams der Marke Hyundai voll durchstarten, was aber gründlich daneben ging. Letz-Austria plante ein europaweites Hyundai-Vertriebssystem. Und genau damit setzte man sich in die Insolvenz-Nesseln. Der System-Aufbau verschlang "erhebliche Geldmittel", die laut Schuldner die Hauptursache für das Ausgleichsverfahren seien. Eine außergerichtliche Lösung konnte nicht gefunden werden und somit wurde der Ausgleichsantrag gestellt. Der Ausgleich soll jetzt einerseits aus dem Unternehmensergebnis, andererseits mit Hilfe von Investoren finanziert werden.

Ausgleichtagssatzung: 2. September HG Wien

Die Ausgleichstagsatzung geht am 2. September 2009 am Handelsgericht Wien über die Bühne. Dann soll auch gleich über das Ausgleichsangebot abgestimmt werden. Die Gläubiger haben bis zum 19. April Zeit, ihre Forderungen beim Gericht einzureichen.

Im Jahr 2007 wurde der Distributionsvertrag vom Hersteller gekündigt. Daraufhin wurde die hundertprozentige Tochtergesellschaft, die Hyundai Mobile Europe Generalvertretung GmbH gegründet. "Aufgrund der engen wirtschaftlichen Verflechtung mit der Hyundai Mobile Europe Generalvertretung GmbH wurde hinsichtlich deren Vermögen zeitgleich ebenso ein Ausgleichsverfahren beantragt", heißt es seitens des KSV.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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