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Plagiats-Flut: Immer mehr gefälschte Elektrogeräte an Europas Grenzen

10.07.2009

Allerdings geht aus der Zollstatistik der Europäischen Kommission hervor, dass die Einfuhr von Plagiaten drastisch zugenommen hat. Neben elektrischen Geräten werden vor allem Raubkopien, falsches Viagra und Plagiate von Spielzeugen nach Europa eingeführt.

Der deutsche Zoll fing 2008 gefälschte Elektrogeräte im Wert von 61 Millionen Euro ab. Außerdem wurden Datenträger und Software um 24 Millionen Euro beschlagnahmt. Computer blieben im Wert von fast sechs Millionen Euro an Deutschlands Grenzen hängen. Die Zahlen haben sich im Vergleich zu 2007 nahezu verdoppelt.

Oft wissen die Käufer gar nicht, dass das vielleicht im Internet erstandene Produkt ein Plagiat ist. Andere unterschätzen immer noch die mit Fälschungen verbundenen Gefahren. Gerade Elektro-Plagiate schaden nicht nur dem Markt, sondern sind auch eine unberechenbare Gefahr für den Haushalt. So können sie plötzlich ohne Vorwarnung in Flammen stehen und verheerende Schäden anrichten.

Bessere Zusammenarbeit mit der Industrie

Zum sechsten Mal in Folge konnte der Zoll laut pressetext die Abfangquote steigern. Der Großteil der sichergestellten Produkte stammte aus China. Von rund 20 Millionen Artikeln seien sogar "potenzielle Gefahren für die Gesundheit und Sicherheit der europäischen Verbraucher" ausgegangen. Die höhere Erfolgsquote bei der Zollfahndung führt die EU-Kommission auf eine stärkere Zusammenarbeit mit der Industrie zurück. EU-weit weisen DVDs mit einem Plus von satten 2.600 Prozent mit Abstand den größten Anstieg von beschlagnahmten Produktfälschungen auf.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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