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Der PVA will einen größeren Fördertopf für PV-Anlagen.

Photovoltaik-Kleinanlagen: Förderbudget im Eiltempo ausgeschöpft

30.08.2018

In einem „unbeschreibliches Rekordtempo“ sei dieses Jahr das Förderbudget für PV-Kleinanlagen des Klima- und Energiefonds ausgeschöpft gewesen, teilt der Bundesverband Photovoltaic Austria mit. Nur drei Monate habe es gedauert, bis der Fördertopf zur Gänze leer war. Scharfe Kritik übt der Verband an der Kürzung des Förderbudgets.

„Nach nur etwas über 100 Tagen ist diese, für die Branche enorm wichtige Förderquelle, versiegt. Da half auch die Aufstockung des Budgets Mitte Juli mit zusätzlichen 360.000 Euro nicht wesentlich weiter“, sagt Vera Immitzer, Generalsekretärin des Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA). Mit dem diesjährigen Förderbudget von 4,5 Millionen Euro können 3.300 Anlagen bzw. 16,4 MWp gefördert werden. „Im Vorjahr waren es fast doppelt so viele." Es gebe zahlreiche Gespräche mit den zuständigen Stellen, der PVA geht aber davon aus, dass keine weiteren Fördergelder zur Verfügung gestellt werden. Die Kürzung des Förderbugets sei eine „eine äußerst negative und problematische Entwicklung und widerspricht den Umweltzielen der Regierung. Auch wenn die diesjährige Klimafondsförderung kleiner als das Jahr davor ausgefallen ist, stellt sie an sich ein funktionierendes Fördersystem dar. Es kann Modellcharakter für die Zukunft haben, sofern es auch kontinuierlich gestaltet wird, was heuer leider nicht der Fall war“, so Immitzer.

Bereits der enorme Andrang zum Start der Förderschiene zeige das große Interesse der Bevölkerung an Sonnenstrom. „Um das Ziel der Politik, 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen bis 2030 zu decken und ein 100.000 Dächer-Programm zu initiieren, muss der Rückenwind aus der Bevölkerung genutzt werden. Ein planbares, längerfristiges Förderregime muss rasch beschlossen und die notwendigen Anpassungen bei den Rahmenbedingungen umgesetzt werden." Der PVA habe entsprechende Vorschläge für das anstehende 100.000 Dächer-Programm sowie einen Maßnahmenkatalog zur Erreichung von 15 GWp Photovoltaik bis 2030 – die erforderlich sind um gemeinsam mit den anderen Erneuerbaren 100 Prozent sauberen Strom zu liefern –  erarbeitet. Das Konzept werde in den nächsten Wochen an das Ministerium übergeben.

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