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Philips Lighting: Indoor Positioning

27.10.2016

Das intelligent vernetzte LED-Beleuchtungssystem Indoor Positioning nutzt mithilfe von codiertem Licht die installierten Leuchten als Positionierungsraster zur Kundennavigation und -kommunikation am Point of Sale.

GPS ist in Innenräumen nicht möglich. Stattdessen erfolgt die Navigation über codiertes Licht.

Bereits jetzt geben 68 Prozent der Konsumenten an, ihre Smartphones zu nutzen, um in großen Super- oder Baumärkten nach etwas zu suchen oder Produktinformationen abzurufen. Auch Couponing in Regalnähe gewinnt dabei an Bedeutung. Das von Philips entwickelte und 2015 erstmals in Betrieb genommene intelligent vernetzte LED-Beleuchtungssystem macht sich diesen Trend zunutze und feierte vor einem Jahr mit dem französischen Hypermarkt Carrefour Weltpremiere: Der knapp 8.000m² große Hypermarkt in Lille nutzt das innovative LED-Lichtsystem, das nicht nur Gänge und Regale beleuchtet, sondern die Kunden bei ihrem Einkauf auch individuell durch den Markt navigiert.  
 
In Verbindung mit der händlerspezifischen App, in der die Verkaufsraumstruktur mit allen Gängen, Regalen und Waren hinterlegt ist, werden die Kunden gezielt auf ihrem persönlichen Einkaufsweg durch den Markt geführt. Dabei erhalten sie Informationen zum Warenangebot und aktuellen Verkaufsaktionen auf ihrem Smartphone. Die Navigation der revolutionären Lichtlösung ist auf 30 cm genau und erfordert außer den LED-Leuchten keine weitere Investition in zusätzliche Hardware. Überdies spart sie im Vergleich zu konventioneller Beleuchtung bis zu 50 Prozent Energie. Auch bietet das System einen Mehrwert in Bezug auf die Mitarbeitereffektivität: Die neue Technik hilft Mitarbeitern, Produkte einfacher zu finden oder ortsbezogene Anweisungen für das Auffüllen von Produkten entgegenzunehmen. 
 
Die Voraussetzung ist, dass jede der installierten Leuchten im Markt ihre exakte Position an die App des Kunden-Smartphone sendet. Dazu ist weder eine WLAN- noch MobilfunkVerbindung erforderlich. Die Kommunikation erfolgt über das Licht mit Hilfe einer für das Auge nicht wahrnehmbaren Codierung direkt zur Smartphone-Kamera. Solange sie diese Lichtsignale empfängt, werden die Informationen zur Navigation und die zum jeweiligen Standort hinterlegten Daten übertragen. Der Datenstrom erfolgt ausschließlich von der Leuchte zum Smartphone und nicht in umgekehrter Richtung. Die eigene Kundenposition kann also nicht erfasst und an das Netzwerk übertragen werden.   

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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