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Panasonic und Samsung bekommen Gesellschaft: Auch Sony muss der Wirtschaftskrise Tribut zollen

10.12.2008

Nach Samsung und Panasonic hat nun auch Sony seine Sparmaßnahmen verkündet. Im Zuge eines drastischen Umbaus wird man Investitionen drosseln, Produktionskapazitäten auslagern und sich von unprofitablen Geschäftsbereichen trennen.

Bis März 2010 will man auf diese Weise mehr als 100 Milliarden Yen (rund 840 Millionen Euro) einsparen, wie der Konzern heute mitteilte. Von den Stellenstreichungen sind etwa 8.000 Festangestellte im Elektronikbereich betroffen. Daneben sollen 8.000 Zeitarbeiter-Stellen wegfallen.

Zugleich wird die Zahl der Fertigungsstätten (derzeit 57) bis März um zehn Prozent reduziert, während die bislang geplanten Investitionen um 30 Prozent gekürzt werden. Angst davor, dass Sony von der Bildfläche verschwinden könnte, muss man aber nicht haben. Immerhin rechnet Sony für das noch bis zum 31. März 2009 laufende Geschäftsjahr einen Reingewinn von 150 Milliarden Yen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das freilich einen Gewinnrückgang von 59 Prozent.

"Die von den USA ausgegangene Finanzkrise hat ernste Auswirkungen auf die Realwirtschaft nicht nur in den USA, sondern auch in Europa, Japan und den aufstrebenden Volkswirtschaften gehabt", so Vice-Präsident Naofumi Hara zu Journalisten. Der Konzern erwirtschaftet fast 80 Prozent seines Umsatzes im Ausland. Zum Vergleich: Panasonic erwirtschaftet "lediglich" 50 Prozent im Ausland.

LCD-Produktion wird zurückgefahren

Nach Darstellungen von Sony sei der Elektronikbereich am schwersten vom Wirtschaftsabschwung betroffen. Neben kurzfristigen Maßnahmen, wie etwa die Anpassung der Produktion und einer Verringerung der Lagerbestände, will man nun auch die Produktpreise anpassen, um die Auswirkungen der Yen-Festigung abzufedern.

Zu den Werken, die bereits im März geschlossen werden sollen, gehört angeblich das Sony Dax Technology-Center in Frankreich. Geplante Investitionen zur Aufstockung der Produktion im Werk Nitra (Slowakei), wo Sony LCD-TVs für den europäischen Markt zusammenbauen lässt, sollen wegen der sich "rapide verlangsamenden Nachfrage im Fernsehermarkt" verschoben werden.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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