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Osram mit starkem Wachstum im zweiten Quartal 2017

05.05.2017

Der Umsatz steigt im zweiten Quartal um rund zehn Prozent auf vergleichbarer Basis, die bereinigte EBITDA-Marge liegt bei 17,4 Prozent.

Osram-Produkte aus dem Bereich PIA kommen bei der Bühnenbeleuchtung des Eurovision Song Contest (ESC; 9.-13. Mai 2017, Kiew) zum Einsatz – wie schon in den Vorjahren ist Osram hier offizieller Lichtpartner.

Osram hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2017 die Wachstumsdynamik deutlich gesteigert. So stieg der Umsatz im Zeitraum Jänner bis März auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Portfolio- und Währungseffekte, gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp zehn Prozent und erreichte 1,05 Milliarden Euro.

Dazu Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender der Osram Licht AG, sagt: „Im zweiten Quartal haben wir unser Wachstum nahezu verdoppelt. Die größten Anstiege verzeichnen die Hightech-Bereiche unserer optischen Halbleiter und der Spezialbeleuchtung, die derzeit von der Dynamik attraktiver Wachstumsmärkte profitieren.“

Im Vorjahresquartal hatte das Wachstum auf dieser Basis bei knapp sechs Prozent gelegen. Treiber dieser Entwicklung waren die anhaltend hohe Nachfrage nach Opto-Halbleitern sowie eine weiterhin gute Nachfrage aus dem Automobilbereich. Nominal lag der Zuwachs bei fast zwölf Prozent.

Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA blieb im Jahresvergleich trotz laufender Investitionen in neue Produkte und in Wachstumsmaßnahmen stabil bei 183 (Vj: 182) Millionen Euro, woraus sich eine Marge von 17,4 (Vj: 19,3) Prozent ergibt.

Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführtem Geschäft lag im zweiten Quartal bei 79 Millionen Euro. Der entsprechende Vorjahreswert von 95 Millionen Euro hatte von Einmaleffekten profitiert.

Angesichts des Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr und der aktuellen Marktentwicklung hat Osram seinen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017 angehoben.

Osram Berichtssegmente im zweiten Quartal

Das LED-Geschäft (Opto Semiconductors, OS) verzeichnete im zweiten Quartal in allen Geschäftsbereichen starkes Wachstum und verbuchte gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf vergleichbarer Basis ein Umsatzplus von 24 Prozent.

Außergewöhnlich stark waren die Zuwächse im Geschäft mit Infrarot-Produkten, wie sie zum Beispiel für den Iris-Scan oder in Fitnessarmbändern und Smart Watches zum Einsatz kommen.

Die EBITDA-Marge lag bei 29,0 (Vj: 31,7) Prozent.

Angesichts der hohen Nachfrage in verschiedenen Marktsegmenten wird der Ausbau der Produktionskapazitäten mit Hochdruck vorangetrieben: In Regensburg ist im März der Spatenstich für die Erweiterung der dortigen Produktionsflächen erfolgt. Im chinesischen Wuxi beginnt im August der Ausbau der dortigen LED-Montagekapazitäten und die neue LED-Chipfabrik in Kulim in Malaysia wird wie geplant im Mai mit Fertigungsmaschinen bestückt, damit Sie im November den Betrieb aufnehmen kann, so Osram.

Das Berichtssegment Specialty Lighting (SP), mit den Einheiten Automotive Lighting und Professional & Industrial Applications (PIA), profitierte im zweiten Quartal von einer weiterhin guten Nachfrage aus dem Automobilbereich und verzeichnete ein Umsatzwachstum von gut acht Prozent auf vergleichbarer Basis.

Die um Sondereffekte bereinigte EBITDA-Marge stieg im Jahresvergleich an und erreichte 16,2 (Vj: 15,8) %. Produkte aus dem Bereich PIA kommen im Mai wieder bei der Bühnenbeleuchtung des Eurovision Song Contest (ESC) zum Einsatz – wie schon in den Vorjahren ist Osram hier offizieller Lichtpartner.

Im Berichtssegment Lighting Solutions & Systems (LSS), welches das Geschäft mit Leuchten und Systemen umfasst, blieb der Umsatz auf vergleichbarer Basis trotz eines schwächeren US-Marktes weitgehend stabil. Die bereinigte EBITDA-Marge von LSS lag bei minus 4,4 (Vj: plus 0,4) %.

Nicht fortgeführtes Geschäft im zweiten Quartal

Vor dem Hintergrund des zwischenzeitlich vollzogenen Verkaufs von Ledvance wird das Lampengeschäft der Allgemeinbeleuchtung seit 3. März 2017 nicht mehr bei Osram konsolidiert. Wie zur Unterzeichnung des Ledvance-Verkaufs im Juli 2016 angekündigt, wurde mit dem Verkauf die letzte Tranche von knapp 40 Millionen Euro des resultierenden Buchverlustes realisiert. Zusammen mit dem operativen Ergebnis von Ledvance, Steuern und sonstigen Abgangseffekten führte dies zu einem Nettoverlust von 56 Millionen Euro im nicht-fortgeführten Geschäft.

Insbesondere aufgrund des Mittelzuflusses durch den Ledvance-Verkauf stieg die Nettoliquidität von Osram gegenüber dem ersten Quartal 2017 um rund 300 Millionen auf etwa 570 Millionen Euro.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017

Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2017 auf vergleichbarer Basis ein Umsatzwachstum von 7-9 % statt der ursprünglich avisierten 5-7 %. Die um Sondereffekte bereinigte EBITDA-Marge wird zwischen 16,5 und 17,5 % gesehen, nach bisher mindestens 16 %.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie, das zunächst zwischen 2,35 und 2,65 Euro erwartet wurde, wird nun innerhalb einer Spanne von 2,70 bis 2,90 Euro prognostiziert. Zudem wird nach wie vor ein ausgeglichener Free Cash Flow angestrebt.

Für das Geschäftsjahr 2020 sieht die Mittelfristplanung von Osram (5-1-5) einen Umsatz zwischen fünf und 5,5 Milliarden Euro vor, bei einem EBITDA von 0,9 bis einer Milliarde Euro und einem Gewinn je Aktie von etwa 5 Euro.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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