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Laut EHI und Statista führen in Österreich die Big Player den E-Commerce-Markt an.

Onlineumsatz wieder auf Wachstumskurs: Amazon in Österreich klar die Nr. 1

15.09.2015

In Deutschland, Österreich und der Schweiz scheint die kurze Phase der Stagnation im E-Commerce-Markt überwunden – während sich in Deutschland die Branchenvielfalt erhöht hat, bleiben in Österreich die „Big Player“ führend. 

In Österreich stiegen die Onlineumsätze laut einer Erfassung von EHI und Statista im Vergleich zum Vorjahr um 14,3 Prozent. Amazon.at (477,1 Millionen Euro) ist führend, gefolgt von Universal.at (112,4 Mio. Euro) und Zalando.at. (95 Mio. Euro).

Auch in Deutschland scheint der Onlinehandel die kurze Phase der Stagnation überwunden zu haben: Die deutschen Top 100 E-Commerce-Händler erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz – mit physischen Gütern – von 21,6 Mrd. Euro. Verglichen mit den Onlineumsätzen im Jahr 2013 (19,6 Mrd. Euro) bedeutet dies eine Umsatzsteigerung von gut 10 Prozent.

Und in der Schweiz liegt der Umsatzanstieg bei den 100 führenden Onlineshops mit 9,9 Prozent nur geringfügig unter dem Wachstum in Deutschland und Österreich. Spitzenreiter ist hier Digitec.ch mit 424,2 Mio. Euro Umsatz. Darauf folgen Amazon.de mit 288,5 Mio. Euro und Nespresso.com/ch mit einem E-Commerce-Umsatz von 287,9 Mio. Euro.

Erhöhte Branchenvielfalt

Angeführt wird das Ranking in Deutschland auch in 2014 wieder von Amazon.de mit einem E-Commerce-Umsatz von 6,6 Mrd. Euro (der Gesamtumsatz Deutschland laut Geschäftsbericht beträgt 8,98 Mrd. Euro), gefolgt von Otto.de mit knapp 2 Mrd. Euro und Zalando.de mit knapp 900 Mio. Euro. Das signifikante Wachstum wird allerdings nicht nur von den Big Playern vorangetrieben. Anteil am starken Umsatzanstieg in Deutschland haben zahlreiche Unternehmen, die im Ranking der Top 100 E-Commerce-Händler in Deutschland in den Vorjahren noch nicht aufgetaucht sind und nun von den hinteren Plätzen weiter nach vorne drängen. So sind unter den Top 100 erstmals auch Vertreter der Branchen Haushaltswaren, Haustechnik (Sanitär), Erotik und Blumen sowie verstärkt Online-Apotheken – sie sorgen somit für eine erhöhte Branchenvielfalt.

In Österreich und der Schweiz lässt sich diese Umgestaltung der Branchenverteilung unter den Top 100 Onlineshops aktuell noch nicht beobachten.

Das gesamte Ranking der 100 umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde den gemeinsamen Studien von EHI und Statista entnommen und ist als Poster kostenlos erhältlich. Die Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2015“, in der die 1.000 umsatzstärksten Onlineshops untersucht wurden, erscheint am 21. Oktober 2015. „E-Commerce-Markt Österreich/Schweiz 2015“ steht ab 18. November zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den Gewinnern und Verlierern im deutschen Onlinehandel stellt Michael Gerling, Geschäftsführer des EHI, auf dem Kongress der Neocom am 8. Oktober 2015 vor. 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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